Endlose Chancen für Bullen und Bären
Index-Zertifikate erfreuen sich immer größerer Beliebtheit

Wer auf eine breit angelegte Erholung der Aktienmärkte setzt, ist mit Index-Zertifikaten gut beraten. Sie sind preiswert und transparent. Entsprechend groß ist der Boom.

DÜSSELDORF. Wer auf eine breit angelegte Erholung der Aktienmärkte setzt, ist mit Index-Zertifikaten gut beraten. Sie sind preiswert und transparent. Entsprechend groß ist der Boom. An den deutschen Börsen wurden nach Handelsblatt-Informationen im November gut 11 Mill. Index-Zertifikate (einschließlich Zertifikate auf Aktienbaskets) gehandelt. Das Handelsvolumen lag bei 444 Mill. Euro. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist das eine Steigerung um gut 25 %. Ohne den gewöhnlich umsatzstarken Dezember liegt der diesjährige Handel mit Zertifikaten um fast 100 % höher als 1999, wie aus der Monatsstatistik Kassamarkt der Deutschen Börse hervorgeht.

Die Gründe für den Boom sind schnell ausgemacht: Zertifikate, die einen Börsenindex im Verhältnis 1:1, 1:10 oder 1:100 abbilden, schlagen hinsichtlich ihrer Wertentwicklung die meisten Fonds. Nur sehr gut gemanagte Aktien-, Branchen- oder Regionenfonds weisen langfristig eine bessere Performance auf als herkömmliche Indizes wie der Dow Jones in den USA oder der Deutsche Aktienindex (Dax). Ein weiterer Vorteil der Zertifikate: Der Anleger zahlt keine Ausgabeaufschläge und Managementgebühren. Stattdessen müssen lediglich der Spread, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs gezahlt werden. Diese ist aber nicht hoch - bei einem Zertifikat auf den Dax sind beispielsweise 0,2 Prozent fällig. Bei ausländischen Standardwerte-Indizes liegt die Spanne zwischen einem und zwei Prozent.

Die Anbieter der Indizes - in- und ausländische Banken - reagieren auf das zunehmende Interesse der Anleger. Den größten Nachteil gegenüber Fonds, nämlich eine begrenzte Laufzeit, haben einige Indizes nicht mehr. Inzwischen gibt es "Open-End-Zertifikate" - also Scheine ohne Laufzeitbegrenzung. Möglich wird dies durch eine Umgestaltung der verbrieften Rückzahlungsrechte.

Und noch eine aktuelle Entwicklung haben die Institute berücksichtigt. Investoren müssen bei einem Bärenmarkt, in dem die Kurse über Wochen oder gar Monate fallen, nicht mehr tatenlos zusehen, wie ihr Börsenkapital vernichtet wird. Die Bankgesellschaft Berlin emittierte jetzt Endlos-Bär-Indexzertifikate auf den Dax, Nemax, Euro-Stoxx, S&P 500, Nasdaq und Nikkei. Auf diese Weise hat der pessimistisch gestimmte Anleger die Möglichkeit, mit jedem Punkt, den beispielsweise der Dax fällt, bares Geld zu verdienen.

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