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Endspurt zum Wochenschluss

Zum Wochenschluss legte die Wall Street noch einmal einen Endspurt ein. Nachdem New Yorks Indizes den Hauptteil des Börsentages in der Verlustzone verbrachten, rafften sie sich zu Handelsschluss noch einmal auf. Sowohl der Nasdaq als auch der Dow Jones Index schlossen in der Gewinnzone. Am Morgen hatten schlechte Geschäftsprognosen und enttäuschende Quartalszahlen den Märkte belastet. Bis Handelsschluss besonnen sich die Anleger aber wieder.

Denn grundsätzlich dürften sie sich über die zurückliegende Börsewoche nicht beschweren. Nachdem Notenbank-Chef Alan Greenspan am Dienstag die US-Leitzinsen in diesem Jahr zum bereits fünften Mal senkte, legten Dow Jones und Nasdaq Index am Mittwoch eine kleine Rally hin. Das Börsenbarometer der 30 US-Standardwerte nahm die psychologisch wichtige Hürde von 11 000 Punkten und notierte in dieser Woche auf dem höchsten Stand seit über einem Jahr.

Zu den größten Gewinnern gehörten zum Wochenausklang vor allem die Titel der Restaurant- und Ölindustrie. Neben McDonalds notierte auch Exxon Mobil stärker und trieb den Dow Jones ins positive Terrain. Mc Donalds profitierte von einer Empfehlung der Banc of America. Exxon verhalf ein Großauftrag in den grünen Bereich. Der Ölkonzern ist eines von acht ausgewählten Unternehmen, das den Auftrag erhalten hat, in Saudia Arabien Gasfelder zu erschließen. Der Gesamtauftrag, den sich die Unternehmen teilen, beläuft sich auf 25 Milliarden Dollar. Aber auch Papiere von Fluggesellschaften und Medienfirmen erfreuten sich am Freitag erhöhter Beliebtheit.

Triste Stimmung herrschte dagegen im dem Sektor für elektronische Geräte. Neben Palm notierte auch Konkurrent Handspring in der Verlustzone. Palm hatte dem Sektor kurz vor Wochenschluss mit einer Umsatzwarnung geschadet. Der Hersteller elektronischer Notizbücher reduziert die Umsatzprognosen für das laufenden Quartal um die Hälfte. Die Einnahmen sollen nun höchstens 160 Millionen Dollar betragen. Damit senkt Palm bereits zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit die Umsatzziele. Vor allem die verspätete Markteinführung der neuen m500-Serie sei für die schlechten Umsatzaussichten verantwortlich, so Palm-Chef Carl Yankowski. Der Titel führte den gesamten Handelstag die Liste der Nasdaqverlierer an.

Dell schockte die Anleger mit schlechten Prognosen. Im laufenden Quartal wird der Gewinn aber statt der ursprünglich erwarteten 18 Cents Gewinn pro Aktie höchstens 17 Cents pro Papier betragen. Der weltgrößte Direktvertreiber von Computern konnte im vergangenen Quartal die reduzierten Gewinnerwartungen der Analysten mit einem Gewinn von 17 Cents erfüllen. Die erneut nachlassende Nachfrage für PCs und der zunehmende Preiskampf sind für diese Entwicklung verantwortlich.

Schlechte Quartalsergebnisse bei Agilent Technologies trübten die Stimmung zusätzlich. Der Hersteller von Test- und Messgeräten musste die Quartalsergebnisse des vergangenen Quartals verdauen. Mit einem Gewinn von 21 Cents pro Aktie verfehlte der das Unternehmen die Gewinnerwartungen der Analysten um sechs Cents.

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