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Enel will künftig weniger auf Öl setzen - Staat verkauft Anteile

Italiens größter Energieversorger Enel SpA will in Zukunft den Anteil von Öl als Stromerzeuger erheblich reduzieren und so die Produktionskosten um bis zu 40 Prozent senken.

dpa-afx ROM. Italiens größter Energieversorger Enel SpA will in Zukunft den Anteil von Öl als Stromerzeuger erheblich reduzieren und so die Produktionskosten um bis zu 40 Prozent senken. Während der Anteil von Öl als Primärenergie bis 2008 auf ein Prozent verringert werden soll (nach 45 Prozent im Jahr 2002), soll der Anteil von Kohle als Stromerzeuger von 22 Prozent auf 55 Prozent gesteigert werden. Zudem wolle Enel in erneuerbare Energien und Gas investieren, zitierte die Zeitung "Il Sole 24 Ore" am Dienstag Konzernchef Paolo Scaroni.

Diese Veränderungen seien für das Unternehmen notwendig, um konkurrenzfähig zu bleiben, hieß es. Enel habe bereits eineinhalb Mrd. Euro in den neuen Energiemix investiert, weitere vier Mrd. Euro sollen folgen.

Unterdessen hat die Regierung in Rom mit der dritten Privatisierungstranche für Enel weitere 20 Prozent an dem Versorger verkauft. Dies habe rund rund 7,6 Mrd. Euro in die Staatskassen gespült, berichteten Medien. Es handelt sich um den weltweit größten Privatisierungsakt des Jahres. Wegen der großen Nachfrage war die Enel-Aktie auf 6,64 Euro festgesetzt worden. Die schrittweise Privatisierung des Staatsunternehmens war 1999 eingeleitet worden. Mittlerweile liegt der Regierungsanteil bei 31,4 Prozent.

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