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Enel will Terna-Anteil drastisch verringern und Wind ganz verkaufen

Der italienische Versorger Enel will den Anteil am Stromnetzbetreiber Terna stark verringern und ganz aus der Beteiligung am Mobilfunkbetreiber Wind aussteigen. Bis 2005 solle der Anteil an der Unternehmenstochter Terna von 50 auf fünf Prozent sinken, sagte Unternehmenschef Paolo Scaroni bei einem Treffen mit Analysten. Die Beteiligung an Wind soll innerhalb der nächsten zwei Jahre veräußert werden.

dpa-afx ROM. Der italienische Versorger Enel will den Anteil am Stromnetzbetreiber Terna stark verringern und ganz aus der Beteiligung am Mobilfunkbetreiber Wind aussteigen. Bis 2005 solle der Anteil an der Unternehmenstochter Terna von 50 auf fünf Prozent sinken, sagte Unternehmenschef Paolo Scaroni bei einem Treffen mit Analysten. Die Beteiligung an Wind soll innerhalb der nächsten zwei Jahre veräußert werden.

Wenige Stunden später sagte Scaroni, ein Verkauf von 45 % an Terna könnte eine Sonderdividende zwischen 0,12 und 0,15 ? je Aktie finanzieren. Diese Ausschüttung gelte unabhängig von der geplanten Dividende für 2004 in Höhe von mindestens 0,36 ?. Zwischendividenden seien ansonsten nicht geplant.

Italienische Finanzgruppe Cassa Depositi E Prestiti Interessiert

Als möglicher Käufer für Terna gilt die staatlich kontrollierte italienische Finanzgruppe Cassa Depositi e Prestiti. Sie ist an einer Kontrollmehrheit an Terna interessiert. Einem früheren Bericht der Zeitung "Finanza & Mercati" zufolge erwägt Enel, 20 bis 30 % an Terna bis Mitte Oktober an Cassa Depositi e Prestiti zu veräußern.

Neben den Verkäufen will Enel Geld mit einer bereits angekündigten Anleihe über eine Milliarde Euro einstreichen. Sie soll bis zum ersten Quartal 2005 begeben werden. Terna wird laut Enel-Finanzvorstand und Terna-Chairman Fulvio Conti bis Oktober eine Anleihe im Wert von 1,4 Mrd. ? emittieren. Noch sei nicht entschieden, ob dieser Bond, der für institutionelle Anleger gedacht ist, in einer oder in mehreren Tranchen begeben wird.

Presse: Staat Will Enel-Beteiligung Zurückfahren

Indes will der Staat laut einem Pressebericht seine Beteiligung an Enel weiter zurückfahren. Die dritte Tranche an staatseigenen Enel-Aktien wird laut der "Finanza & Mercati" (Freitagausgabe) in der Zeit vom 18. bis 22. Oktober angeboten. Die zum Kauf angeboteten Aktien entsprächen zehn bis 12 % des Kapitals am Versorger.

Die italienische Regierung hatte in der Vergangenheit wiederholt angekündigt, bis zu 20 % ihres Enel-Anteils verkaufen zu wollen. Momentan halte das Wirtschaftsministerium einen direkten Anteil an dem Versorger von rund 50,63 %.

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