Energie- und Schiffbaukonzern mit trüben Aussichten: Babcock Borsig kündigt Einsparungen an

Energie- und Schiffbaukonzern mit trüben Aussichten
Babcock Borsig kündigt Einsparungen an

Der Energietechnik- und Schiffbaukonzern Babcock Borsig erwartet im laufenden Geschäftsjahr (30. September) keinen Gewinn im operativen Geschäft.

dpa DÜSSELDORF. Gleichzeitig kündigte der Energietechnik- und Schiffbaukonzern am Donnerstag in Düsseldorf an, das hochprofitable Geschäft mit dem Bau von Marine-Schiffen weiter auszubauen. Um 20 % sollen die Kosten in allen Konzernbereichen insgesamt sinken. Dazu beitragen soll auch der konzernweite Abbau von rund 1150 Arbeitsplätzen. Ende des vergangenen Geschäftsjahres beschäftigte das Unternehmen weltweit rund 27 000 Mitarbeiter.

Zum Ausbau des Marinegeschäfts gehöre die Aufstockung der Beteiligung an der Kieler Howaldtswerke Werft-Deutsche AG (HDW) auf 100 %, sagte Vorstandschef Klaus Lederer bei der Vorlage der Jahresbilanz 2000/01 (30.9.). Derzeit hält Babcock einen 50 %-Anteil plus einer Aktie an der größten deutschen Werft. Die Werft verfüge über ein Rekord-Auftragsvolumen von 5,2 Mrd. Euro, berichtete Lederer. Zwei weitere Großaufträge über 2 Mrd. Euro würden erwartet.

Im Handelsschiffbau hingegen sollen Überkapazitäten abgebaut werden. Eine bereits angelaufene Qualifizierungsoffensive werde vor allem für die dort tätigen Mitarbeiter intensiviert. "Wie viele Arbeitsplätze im Handelsschiffbau abgebaut werden müssen, hängt vom Erfolg der Maßnahme ab", sagte Lederer. Die Position der HDW als Universalwerft bleibe jedoch erhalten.

Insgesamt erwartet Babcock Borsig im laufenden Geschäftsjahr für das operative Geschäft ein ausgeglichenes Ergebnis, da auch in diesem Jahr keine Großanlagen abzurechnen sind. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte der Konzern beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit noch einen Fehlbetrag von 78 Mill. Euro ausgewiesen. Der Umsatz sank vor allem durch Unternehmensverkäufe von 6 auf 4,3 Mrd. Euro. Der Konzernjahresüberschuss betrug vor allem durch den Verkauf des Windkraftanlagen-Herstellers Nordex dennoch 26 Mill. Euro (1999/2000: 21 Mill.). Der Auftragsbestand stieg auf die Rekordhöhe von 10,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 10,4). Wann die Aktionäre wieder eine Dividendenzahlung erwarten können, wollte Lederer nicht sagen.

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