Energie- und Spezialchemiesparte erhalten 11,4 Milliarden Euro
Eon plant Investitionen in Höhe von über 15 Milliarden Euro

Der Düsseldorfer Eon-Konzern will in den kommenden drei Jahren 15,5 Mrd. Euro vor allem in seine Kerngeschäfte Energie und Chemie investieren. Dem Investitionsplan habe der Aufsichtsrat am Donnerstag zugestimmt, gab Eon am Freitag in Düsseldorf bekannt. Konzernchef Ulrich Hartmann teilte mit, in der Energie und der Spezialchemie seien zudem "große Wachstumsschritte" vorgesehen.

Reuters DÜSSELDORF. "Unsere Finanzierungsmöglichkeiten reichen weit über das jetzt konkret geplante Volumen hinaus", ergänzte er. Eon kündigte zudem an, außerdem mit erheblichen Mitteln aus dem Verkauf von Nicht-Kerngeschäften zu rechnen.

Gut 38 % der geplanten Investitionen sollen nach den Angaben ins Ausland fließen. Im Energiebereich, der Strom, Gas und Wasser umfasst, seien Investitionen von 7,3 Mrd. Euro vorgesehen. Davon entfielen 4,1 Mrd. Euro auf kleinere und mittlere Akquisitionen. Für die Chemiesparte mit der Spezialchemie im Vordergrund bezifferte Eon das Volumen mit 4,1 Mrd. Euro. Darin sei aber nicht das am Freitag veröffentlichte Übernahmeangebot für das britische Feinchemie-Unternehmen Laporte enthalten.

Fusion von Eon mit britischem Laporte-Konzern

Die vor ihrer Fusion stehenden Spezialchemie-Konzerne der Eon, Degussa-Hüls und SKW Trostberg, hatten am Vormittag mitgeteilt, für rund 4 Mrd. DM ihren britischen Konkurrenten Laporte übernehmen zu wollen. Das Angebot je Aktie beträgt nach den Angaben 6,97 Pfund in bar. Die Unternehmen kündigten an, der Kauf solle im ersten Quartal 2001 abgeschlossen sein. Bedingung sei eine Zustimmung von mehr als 90 % des Laporte-Kapitals. Der Vorstand des britischen Unternehmens wolle den Aktionären die Annahme des Angebots empfehlen, hieß es weiter.

Eon teilte weiter mit, für den in der Viterra gebündelten Immobiliensektor 1,2 Mrd. Euro investieren zu wollen. Für alle übrigen Bereiche sei die Entkonsolidierung in den nächsten drei Jahren geplant. Dies würde bedeuten, dass Eon in diesen Bereichen eine Kooperation eingehen, nur noch einen Minderheitsanteil halten oder sich ganz von ihnen trennen will. Dazu dürften die Sparte Telekommunikation, der Verluste schreibende US-amerikanische Hersteller von Siliziumwafern MEMC sowie die Tochter Veba Oel gehören. Bis Ende 2003 sei für diese Geschäfte ein Investitionsvolumen von rund 2,9 Mrd. Euro vorgesehen. Die Eon-Aktie wurde an der Börse am Abend mit 60,90 Euro in etwa auf dem Wert des Vortagesschlusskurses gehandelt.

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