Energiepreise legen deutlich zu
Inflation in Deutschland geht zurück

Rückläufige Inflationsraten in sechs Bundesländern haben auch für Gesamtdeutschland eine sinkende Teuerung signalisiert, nachdem die deutsche Inflation im Mai noch so hoch war wie seit 1993 nicht mehr.

Reuters FRANKFURT. Die Preise seien zum Vorjahr in Bayern um 3,0 (Vormonat 3,4) Prozent und in NRW um 2,9 (3,4) Prozent gestiegen, teilten die Statistischen Landesämter in München und Düsseldorf am Montag mit.

Die monatliche Teuerungsrate betrug in Bayern 0,2 (0,5) und in Nordrhein-Westfalen 0,1 (0,5) Prozent. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, hat sich auch der Preisauftrieb bei den deutschen Erzeugerpreisen im Mai etwas abgeschwächt.

Preistreiber waren vor allem Nahrungsmittel, die in Bayern 6,4 % teurer waren als im Vorjahr, und in NRW um 5,1 % zulegten. Kraftstoffe verteuerten sich in beiden Bundesländern im Jahresvergleich um mehr als drei Prozent, waren aber billiger als im Mai. Zum Mai sanken die Kraftstoffpreise in Bayern um 3,7 %, in NRW um 3,6 %.

In der vergangenen Woche hatten bereits Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen und Sachsen ihre Inflationsdaten vorgelegt. Auch in diesen Bundesländern war die Inflationsrate rückläufig. Aus den Daten der sechs Bundesländer errechnet das Statistische Bundesamt die vorläufige Inflationsrate für Gesamtdeutschland. Diese hatte im Mai mit 3,5 % den höchsten Stand seit Dezember 1993 erreicht.

Ebenfalls am Montag gab das Statistische Bundesamt die Erzeugerpreise für Mai bekannt. Diese sind im Mai um 4,6 % gestiegen nach einem jährlichen Plus von 5,0 im April. Zum Vormonat habe die Teuerungsrate 0,2 (April 0,5) Prozent betragen. Der Preisanstieg im Mai sei vor allem auf die Energiepreise zurückzuführen, die durchschnittlich 18,6 % über dem Vorjahresniveau lägen, teilte das Amt weiter mit.

Besonders Erdgas (36,8 %) und Fernwärme (12,0 %) hätten sich erheblich verteuert. Auch die Preise für Mineralölerzeugnisse stiegen, und zwar um 10,0 % zum Mai 2000. Hier wirkten den Angaben zufolge vor allem die Kraftstoffe mit 12,3 % preistreibend, während sich bei leichtem Heizöl eine Jahresteuerungsrate von 2,4 % ergab.

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