Energiespeicher
Stromspeicher: Schwungräder besser als Batterien

Mechanische Energiespeicher arbeiten wirkungsvoller als Batterien. Dies rechneten Wissenschaftler der Universität Austin in Texas vor. Bei gleichem Gewicht würden Schwungräder mit angeschlossenem Generator mehr elektrische Energie liefern als Batterien.

Elektrische Busse oder Züge könnten in Zukunft ihre Energie nicht aus Batterien, sondern von schnell drehenden Schwungrädern beziehen. Bei gleicher Größe und gleichem Gewicht könnten sie ein Vielfaches an Strom liefern - verglichen mit herkömmlichen Metallhydrid- oder Bleiakkus -, berichten Wissenschaftler der Universität Texas in Austin in der Aprilausgabe der Fachzeitschrift IEEE-Spektrum. Zudem seien sie umweltfreundlicher und mit über 20 Jahren Lebensdauer wesentlich haltbarer als die chemischen Stromspeicher. Motoren bringen die neuen Stromspeicher - massive Zylinderblöcke aus schweren und stabilen Metalllegierungen - auf Drehzahl. Bei einer Rotation von 50.000 Umdrehungen pro Minute sausen diese Blöcke um einen Titanstab. Ein reibungsfreies Magnetlager verhindert Energieverluste, so dass die rotierenden Massen ohne Last kaum langsamer werden. Mit einem Generator, also einer Art Dynamo, wird je nach Bedarf die kinetische Energie des Schwungrads genutzt, um in elektrischen Strom verwandelt zu werden. Seit Jahren drehen sich diese Radspeicher - viele Tonnen schwer und mehrere Meter im Durchmesser - in Stromfabriken, um Lastspitzen auszugleichen oder bei einem Generatorausfall kurzfristig einzuspringen. Nun werden kleinere Prototypen für den mobilen Einsatz getestet. Erste Busse und Militärfahrzeuge beziehen ihren Strom bereits aus den rotierenden Massen. Die Nasa rechnete vor, dass die kinetischen Speichen bei vielen Anwendungen die Batterien überholen.

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