Enge Kooperation der drei genossenschaftlichen Zentralbanken bis hin zum Zusammenschluss wird wahrscheinlicher
DG Bank: Anteilseigner nehmen stärker Einfluss

po FRANKFURT/M. Die DG Bank Deutsche Genossenschaftsbank AG, Frankfurt, kann beim Stopfen der durch einen deutlich höheren Risikobedarf aufgerissenen Löcher nicht frei schalten und walten. Aus Frankfurter Bankenkreisen verlautete, dass es nicht mehr in der Macht von DG Bank-Chef Bernd Thiemann allein liege, die Probleme zu lösen. Die DG Bank könne zwar Alternativen bedenken, müsse aber die Anteilseigner, darunter die beiden regionalen Zentralbanken GZ-Bank und WGZ-Bank mit zusammen 30,3 % miteinbeziehen. Noch vor Jahresschluss sollen Gespräche zwischen DG Bank, GZ-Bank und WGZ-Bank stattfinden, hieß es. Auch eine stärkere Kooperation zwischen den drei Zentralbanken bis hin zu einem Zusammenschluss wird in Finanzkreisen nicht mehr ausgeschlossen. Die jetzige Konstellation mit drei Zentralbanken werde das Jahr 2001 mit großer Wahrscheinlichkeit nicht überstehen, war zu hören.

Die DG Bank rechnet für das laufende Jahr mit einem um rund 400 Mill. DM höheren Risikovorsorgebedarf von 1 Mrd. DM. Dieser ergibt sich aus der Neubewertung des Kreditportfolios durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wedit. Das entstandene Loch soll unter anderem durch Beteiligungsverkäufe gestopft werden. Die DG Bank hatte bereits verlauten lassen, ihre Anteile an den Fondsgesellschaften Devif und Difa von gegenwärtig 63 % bzw. 60 % zu reduzieren. Käufer wäre im Zuge der Neuordnung der genossenschaftlichen Vermögensverwaltung die Union-Fonds-Holding. Darüber hinaus sollen einige der Reserven realisiert werden, sagte ein DG Bank-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Dies könnte Beteiligungsverkäufe oder andere Möglichkeiten beinhalten.

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