England unterliegt nach dramatischem Spiel 1:2
Zidane reißt England aus allen Träumen

Dramatischer kann ein Fußballspiel kaum sein: Zwei Tore von Zinedine Zidane in der Nachspielzeit haben das Spiel zwischen Titelverteidiger Frankreich und England entschieden. Mit seinen Treffern in der ersten und dritten Minute der Nachspielzeit per Freistoß und Foulelfmeter bescherte der Superstar der "Equipe Tricolore" am Sonntagabend den schmeichelhaften 2:1 (0:1)-Sieg über England.

HB LISSABON. Frank Lampard (38.) hatte die Briten vor 65 000 Fans im ausverkauften Estadio da Luz in Führung gebracht. Die Franzosen blieben damit auch im 19. Spiel in Serie unbesiegt, während das unter Wert geschlagene Team von der Insel weiter auf seinen ersten Sieg in einem EM- Auftaktspiel wartet. Zur tragischen Figur wurde England-Ass David Beckham, der einen Strafstoß und damit die Chance zum 2:0 vergab.

"Wir haben 89 Minuten toll gefightet und großen Fußball geboten, um das Spiel zu gewinnen. Hätte ich den Elfmeter verwandelt, bin ich mir sicher, hätten wir gesiegt", sagte Beckham enttäuscht nach dem Schlusspfiff. Teammanager Sven-Göran Eriksson ergänzte: "So ist Fußball. Anscheinend hatten wir es heute nicht verdient."

Gleich nach Anpfiff durch den souveränen deutschen Referee Markus Merk (Kaiserslautern) entwickelte sich zwischen beiden Erzrivalen eine kampfbetonte Partie. Die Franzosen benötigten einige Zeit, um gegen die robusten Briten halbwegs ihren Rhythmus zu finden. Nur zeitweilig trat die ballsichere Mittelfeldreihe um Zidane, der in seinem 90. Länderspiel Marcel Desailly als Kapitän vertrat, und Robert Pires positiv in Erscheinung. Sofort stellten sich eine optische Überlegenheit und einige gute Einschussmöglichkeiten ein. Zidane (13.) per Distanzschuss, David Trezeguet (15.) mit einem Kopfball und Claude Makelele (19.) zielten dabei aber zu ungenau.

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