Englische Ausgabe steht auf der Kippe
FAZ drückt kräftig auf die Kostenbremse

Der Verlag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" will nach einem Bericht des Nachrichtendienstes "Der Kontakter" einen drastischen Sparkurs einschlagen.

dpa MÜNCHEN. Der Geschäftsführer der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Jochen Becker, sagte dem Nachrichtendienst nach dessen Angaben, die Kosten sollten "deutlich über zehn Prozent" gesenkt werden. Um das zu erreichen, schließe Becker erstmals auch betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus.

Betroffen davon wären nach den Angaben in erster Linie Mitarbeiter, die bei der englischsprachigen Ausgabe der FAZ beschäftigt sind. Denn dieses Objekt, das im Auftrag von "International Herald Tribune" produziert wird, stehe zur Disposition. Becker sagte dem "Kontakter": "Das Blatt hat uns gefragt, ob es möglich wäre, das bisherige Angebot und folglich auch das Honorar zu halbieren. Bei dem angebotenen niedrigeren Honorar bliebe ein Betrag offen, den wir weder tragen können noch wollen.""

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH hat nach drei Rekordjahren für 2001 einen Verlust aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von mehr als 28 Mill. ? verbucht. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 22,5 % auf 415,7 Mill. ?. Die FAZ musste zudem im ersten Quartal dieses Jahres einen Auflageverlust hinnehmen: Sie verkaufte im Schnitt mit knapp 391 000 Exemplaren rund 4 % weniger als im Vorjahreszeitraum.

"Der Kontakter" ist ein seit 1961 erscheinender Nachrichtendienst für die Kommunikationsbranche aus der märkte&medien verlagsgesellschaft.

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