Engpass bei Speicherbausteinen
Intel liefert Chips für zwei Mrd $ an Siemens

Der bisherige US-Lieferant hatte schadhafte Chips geliefert, wodurch Siemens mit der Handy-Produktion in Rückstand geraten war.

rtr SEVILLA. Die Siemens AG will ihren Engpass bei "Flash"-Speicherbausteinen für Handys durch einen milliardenschweren Liefervertrag mit dem US-Chiphersteller Intel beseitigen. Innerhalb von drei Jahren werde Intel Flash-Speicher für mehr als zwei Mrd. $ an Siemens liefern, teilte der Münchener Konzern am Donnerstag auf einer Konferenz im spanischen Sevilla mit. Siemens hatte im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben von einem anderen US-Hersteller zum Teil schadhafte Flash-Speicher geliefert bekommen und war dadurch mit der Handy-Produktion in Rückstand geraten.

Siemens-Vorstandsmitglied Rudi Lamprecht sagte, mit dem neuen Rahmenvertrag sei gewährleistet, dass der Konzern auch der Nachfrage nach Handys der dritten Mobilfunkgeneration (UMTS) nachkommen könne. Siemens hat im Geschäftsjahr 1999/2000 (zum 30. September) 24 Mill. Handys nach elf Mill. vor Jahresfrist verkauft und ist mit neun Prozent Weltmarktanteil viertgrößter Hersteller. Geplant war für 1999/2000 ursprünglich ein Absatz von 30 Mill. Mobiltelefonen. Intel produziert in sechs Fabriken weltweit Speicherchips. Flash-Chips speichern Informationen ähnlich einer Computer-Festplatte auch ohne elektronische Netzverbindung.

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