Enige Täter wurden gefasst
Attentat auf turkmenischen Präsidenten gescheitert

Auf der Fahrt seiner Wagenkolonne zum Amtssitz in Aschchabad hätten Unbekannte die Straße mit drei Autos versperrt und das Feuer eröffnet, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf Quellen im turkmenischen Staatsapparat. Während Nijasow unverletzt blieb, sei ein Leibwächter durch Schüsse schwer verletzt worden.

HB/dpa MOSKAU. Auf einer Regierungssitzung beschuldigte Nijasow mehrere ranghohe Oppositionspolitiker, als Drahtzieher hinter dem Anschlag zu stecken. Die Autos der Attentäter hätten dem früheren Vize-Agrarminister Imamdurdy Yklymow gehört. Dieser lebt seit Anfang der 1990er Jahre im Exil. Die Täter seien zunächst geflohen, einige seien aber gefasst worden, sagte Nijasow. Als Verantwortliche beschuldigte er auch den früheren Außenminister Boris Schichmuradow und Ex-Zentralbankchef Chudajberdy Orasow, die mittlerweile die oppositionelle Volksdemokratische Bewegung Turkmeniens anführen.

"Wir wollen solche armseligen Versuche nicht überbewerten, uns an der heiligen Sache der geistigen Wiedergeburt des Volkes, des Wohlergehens und Blühens des Landes zu hindern", sagte Nijasow. Allerdings würden die Täter ihrer strengen Bestrafung nicht entgehen. Der frühere KP-Parteichef herrscht seit 1990 als despotischer Präsident über die öl- und gasreiche Ex-Sowjetrepublik in Zentralasien. Bei einem Bombenanschlag auf den Präsidenten des Nachbarlandes Usbekistan, Islam Karimow, 1999 waren 13 Menschen ums Leben gekommen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%