Enklave in palästinensischem Gebiet
Israel will Kontrolle über Rachels Grab

Die israelische Regierung hat am Mittwoch den Verlauf eines Trennzauns um Jerusalem gebilligt, der auch die jüdische und islamische Pilgerstätte von Rachels Grab am Rande Bethlehems einschließen soll.

dpa/HB JERUSALEM/BETHLEHEM. Das Kabinett folgte damit dem Vorschlag von Ministerpräsident Ariel Scharon, wie der israelische Rundfunk berichtete. Der Entscheidung zufolge soll auch eine neuen Verbindungsstraße zwischen Jerusalem und Rachels Grab gebaut werden.

Es wurde damit gerechnet, dass die Entscheidung auf heftigen Widerspruch der Palästinenser stoßen wird. Sie werfen Israel vor, Sicherheitserwägungen vorzuschieben, um immer mehr palästinensisches Land im Großraum Jerusalem zu annektieren.

Moslems verehren Rachels Grab, eine israelische Enklave innerhalb palästinensisch kontrollierten Gebietes, als "Bilal-Moschee". Es liegt am Hauptzugang nach Bethlehem, an dem es immer wieder Zusammenstöße zwischen israelischen Soldaten und Palästinensern gegeben hat.

Rechtsgerichtete Abgeordnete kritisierten am Mittwoch scharf die Räumung eines israelischen Siedlungs-Außenpostens im Westjordanland. Die Armee hatte den Posten Ein Choron in der Nähe von Nablus, in dem zehn Siedler lebten, in der Nacht geräumt. Der Abgeordnete Uri Ariel von der rechtsgerichteten Nationalen Union forderte daraufhin vom Vorsitzenden der Nationalreligiösen Partei, Efraim Eitam, sein Ministeramt niederzulegen. Die Räumung war von Verteidigungsminister Benjamin Ben-Elieser (Arbeitspartei) angeordnet worden.

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