Enron-Manager verweigern Aussage im Kongress

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Enron-Manager verweigern Aussage im Kongress

Vier Spitzenmanager des US-Energiekonzerns Enron haben im Kongress die Aussage zur skandalumrankten Pleite des Unternehmens verweigert.

afp WASHINGTON. Vier Spitzenmanager des US-Energiekonzerns Enron haben im Kongress die Aussage zur skandalumrankten Pleite des Unternehmens verweigert. Sie beriefen sich am Donnerstag vor dem Unterausschuss für Finanzen des Repräsentantenhauses auf das verfassungsgemäße Recht, Aussagen zu verweigern, die in einem möglichen Prozess gegen sie verwendet werden könnten. Bei den vier Managern handelt es sich um den früheren Enron-Finanzchef Andrew Fastow, den früheren Enron-Manager für globale Finanzen, Michael Kopper, den Chefbuchhalter Richard Causey und den Manager für Risikogeschäfte, Richard Buy.

Am kommenden Dienstag und Donnerstag soll auch der frühere Enron-Chef Kenneth Lay im Kongress vernommen werden. Lay hatte sich geweigert, am Montag zu Anhörungen zu erscheinen, und daraufhin eine Zwangsvorladung bekommen. Lay war am 23. Januar von der Spitze des Enron-Konzerns zurückgetreten. Am Montag gab er auch seinen Posten im Verwaltungsrat ab. Lay steht wie andere Spitzenmanager von Enron im Verdacht, sich vor dem Unternehmenskollaps massiv persönlich bereichert zu haben.

Mehr als 4 000 Enron-Beschäftigte hatten durch die größte Firmenpleite der US-Geschichte ihren Job verloren. Darüber hinaus verloren Tausende Kleinanleger ihre Altersversorgung. Bei den Untersuchungen im Kongress geht es auch um mögliche politische Verzweigungen der Affäre. Präsident George W. Bush und andere Politiker aus Regierung und Opposition hatten großzügige Wahlkampfspenden von Enron erhalten. In den Untersuchungen wird unter anderem der Frage nachgegangen, ob Enron und andere Unternehmen das Energiekonzept der Bush-Regierung beeinflusst haben.

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