Enron-Skandal
Andersen-Mitarbeiter bekennt sich der Justizbehinderung schuldig

Der entlassene Andersen-Wirtschaftsprüfer, der leitend für den bankrotten US-Energiehändler Enron zuständig war, hat sich vor Gericht der Justiz-Behinderung schuldig bekannt.

Reuters / vwd HOUSTON. Der 43-jährige David Duncan hatte einen Tag, nachdem die US-Regierung eine Untersuchung des Firmenkollapses begonnen hatte, die Vernichtung von Aufzeichnungen und elektronischen Dokumenten mit Verbindung zu Enron angeordnet. "Ich akzeptiere, dass mein Verhalten Strafgesetze des Bundes verletzt hat, und ich bin bereit, die Verantwortung dafür zu akzeptieren", sagte Duncan vor Gericht der US-Bundesrichterin Melinda Harmon in Houston.

Mit Duncan haben die Staatsanwälte einen Belastungszeugen gegen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Andersen, der am 6. Mai ebenfalls eine Verhandlung wegen Behinderung der Justiz bevorsteht. Andersen hatte bislang das Verhalten Duncans mit einer schlechten Beurteilung der Situation erklärt, aber eine kriminelle Verstrickung verneint.

Duncans Anwalt Robert Giuffra sagte über seinen Klienten: "Er kooperiert weiterhin mit der Regierung bei deren Untersuchungen in diesem Fall."

Andersen hat sich überrascht und enttäuscht über Duncans Aussage gezeigt. "Er hat uns immer wieder gesagt, er habe es nicht getan", sagte Andersen-Anwalt Rusty Hardin der Nachrichtenagentur Reuters. Diesen Aussagen habe Andersen Vertrauen geschenkt, und sie seien die Basis für ihre öffentlichen Stellungnahmen gewesen.

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