Enron vom Kurszettel gestrichen
Wall Street wartet auf Intel

An den US-Börsen warten die Anleger mit Spannung auf die bevorstehenden Unternehmenszahlen von Intel. "Die Quartalszahlen sind nicht das Ausschlaggebende", sagte jedoch Analyst Al Goldman von A.G. Edwards. "Der Markt wartet auf Beweise, dass die CEOs der Zukunft mit zuversichtlichem Blick entgegen sehen", fügte er hinzu. Der Dow Jones legte bis gegen 19.30 Uhr um 57,43 Punkte auf 9 948,85 zu.

vwd/afp NEW YORK. Der S&P-500-Index stieg um 0,5 % oder 6,02 Punkte auf 1 144,43. Der Nasdaq-Composite-Index kletterte um 0,2 % oder 3,63 Zähler auf 1 994,37. Den 1 750 Kursgewinnern standen bis dahin 1 231 Verlierer gegenüber.

Die zu Börsenbeginn mitgeteilten US-Einzelhandelsdaten seien zwar schwach, jedoch "ermutigend" ausgefallen, urteilten Händler. Die Zahlen für Dezember legten nahe, dass die jüngste Schwäche der Konsumausgaben noch nicht an ihr Ende gekommen sei. Andererseits seien die Ausgaben jedoch auch nicht so stark gefallen, wie es von vielen erwartet worden war. Besonders bei den Technologietiteln hielten sich die Anleger zurück angesichts der nach Börsenschluss anstehenden Quartalszahlen von Intel, Juniper Networks und E-Bay. Intel verloren 1,1 % auf 34,47 $.

Mit deutlichen Kursgewinnen präsentierten sich hingegen die Titel der Flugzeugbranche. Die Analysten von Credit Suisse First Boston (CSFB) und Goldman Sachs hatten sich positiv zu einzelnen Werten geäußert und ihre Einschätzungen erhöht. Es gebe Hoffnung, dass sich die Branche im Jahr 2002 erholen wird, hatte CSFB mitgeteilt. UAL, die Muttergesellschaft von United Airlines, verbesserten sich um 5,6 % auf 14,98 $, America West kletterten um 23,8 % auf 3,90 $ und Continental stiegen um vier Prozent auf 29,41 $.

Zu den Kursverlierern zählten auch Tyco International, die nach den jüngsten Aufschlägen um 8,6 % auf 47,90 $ fielen. Der mitgeteilte Gewinn im ersten Quartal traf zwar die Analystenschätzungen, doch offenbar lastet die Aussage, der Großteil der Gewinne werde erst gegen Ende des Jahres 2002 erzielt, auf dem Aktienkurs.

Derweil wurde der zusammengebrochene Energiehändler Enron vom Kurszettel an der New Yorker Börse gestrichen. Ein Sprecher der Börsengesellschaft NYSE begründete den Schritt der Wall Street am Dienstag vor allem damit, dass der Aktienkurs des einstigen Energieriesen seit mehr als einem Monat unter einem Dollar lag. So genannte Penny Stocks mit äußerst geringen Werten können auch in Deutschland inzwischen vom Kurszettel genommen werden; dies traf bereits einige Firmen am Neuen Markt.

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