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Enterprise Hardware: Schwäche dauert an

Die Tatsache, dass Compaq Computer von einer anhaltenden Nachfrageflaute in den USA spricht, belastet zum Wochenausklang die Aktien von Unternehmen im Hardware-Bereich.

Desktop PCs für den Privat- und Firmengebrauch, sowie Server im mittleren und unteren Leistungsbereich verzeichnen laut Compaq eine weiter nachlassende Nachfrage. Damit mehren sich die Zeichen, dass die Flaute bei Servern zugenommen hat. Laut Thomas Kraemer, Analyst bei Merrill Lynch, dürfte sich IBM unter den Enterprise Hardware Unternehmen als besonders defensiv entpuppen. Im Gegensatz zu Compaq hat sich Big Blue von dem Privatkundengeschäft verabschiedet und wird daher durch die schleppende Verbrauchernachfrage nicht getroffen. Auch das Geschäft mit kleineren Firmenkunden macht bei IBM einen unbedeutenden Umsatzanteil aus. Der Konzern dürfte wiederum von der starken Präsenz im Notebook-Bereich profitieren. In diesem Bereich scheint sich laut Compaq eine Erholung abzuzeichnen. Zudem deuten Umfragen darauf, dass sich der UNIX Serverbereich von IBM relativ gut entwickelt. Weniger vorteilhaft stellt sich die Marktlage für den Konkurrenten Hewlett-Packard dar. Aufgrund der größeren Abhängigkeit vom Privatkundengschäft könnten die Gewinnschätzungen gefährdet sein. Wäre da noch Sun Microsystems: Kraemer glaubt, dass die derzeitigen Gewinnschätzungen das schwächere Branchenumfeld bereits ausreichend reflektiert. Die Aktie wird dementsprechend durch die negativen Compaq Kommentare nicht belastet und tendiert zum Wochenausklang freundlich.

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