Entknüpfung von Betriebssystem und Anwenderprogrammen
Microsoft droht zweite Untersuchung durch die EU

Die Konkurrenz des Softwaregiganten geht in Stellung. Internationale Technologiekonzerne haben gemeinsam einen Beschwerdebrief an die Kommission geschrieben.

BRÜSSEL. Dem US-Softwarekonzern Microsoft Corp. droht weiterer Ärger mit den EU-Wettbewerbshütern. Eine Gruppe internationaler Telekom -, Computer- und Unterhaltungselektronik-Konzerne hat die EU-Kommission aufgefordert, den Bemühungen von Microsoft entgegenzutreten, seine Monopolstellung auf neue Märkte auszudehnen. Die aktuelle Version seines Betriebssystems, Windows XP, berge die Gefahr in sich, dass es dem Konzern gelingt, auch zukunftsträchtige Bereiche wie Internet, mobile Kommunikation, digitale Musikprogramme und Videos zu beherrschen, heißt es.

Die Branchenvereinigung Computer and Communications Industry Association, der Konzerne wie Nokia, Fujitsu, Eastman Kodak, Sun Microsystems, AOL Time Warner und Oracle angehören, hatte den EU-Wettbewerbshütern ihre Beschwerde Ende Januar in einem vertraulichen Brief unterbreitet. Die Vereinigung fordert eine weiter gehende Entknüpfung von Anwendungsprogrammen von Windows XP, als bisher von der EU geplant. Weder Microsoft noch die EU-Wettbewerbsbehörde wollten die aktuellen Vorwürfe kommentieren.

Eine ähnliche Beschwerde von Sun hatte das derzeit laufende EU-Verfahren gegen den Konzern ausgelöst, das vor allem die alten Windows-Versionen betrifft. Sollten die Firmen Erfolg haben, könnte Microsoft gezwungen sein, an Windows XP umfangreiche Veränderungen vorzunehmen.

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