Entlassener Manager wehrt sich
MLP droht Schlammschlacht

Dem Heidelberger Finanzdienstleister MLP droht eine beispiellose Schlammschlacht mit seinem Ex-Manager Dorian Simon. Der wegen angeblichen Geheimnisverrats entlassene Simon wies am Donnerstag über seinen Anwalt die Vorwürfe zurück und erhob seinerseits Vorwürfe gegen die Unternehmensleitung.

HB/dpa HEIDELBERG/FRANKFURT. Mit "rufschädigenden Behauptungen" versuchten Vorstand und Aufsichtsrat, von "hausgemachten Problemen" und "unerlaubten Handlungen" in ihrem Bereich abzulenken, hieß es in der Mitteilung des Frankfurter Simon-Anwalts Jürgen Fischer.

Nach Fischers Mitteilung hatte Simon am Montag zudem beim Landgericht Heidelberg Klage gegen die Entlassung und zur Wiederherstellung seines guten Rufs eingereicht. Bis Donnerstagmittag war nach Angaben einer Gerichtssprecherin jedoch keine Klage eingegangen. MLP-Sprecher Michael Pfister sagte, das Unternehmen sehe einer Klage gelassen entgegen und werde sich erst äußern, wenn sie vorliege. "Wir hatten unsere Gründe für eine fristlose Entlassung", sagte Pfister. MLP habe gegen Simon Anzeige erstattet, betonte er. Darin geht es unter anderem um Geheimnisverrat.

MLP, gegen die wegen des Verdachts der Bilanzfälschung und des Insiderhandels ermittelt wird, hatte sich Anfang September von Simon getrennt, der Vorstand der MLP Finanzdienstleistungen AG war. Mitte September hatten Medien berichtet, Simon sei nach einer Affäre mit einer Investmentbankerin von dieser erpresst worden und habe deshalb Firmeninterna verraten. Der Arbeitgeber der Frau hatte das den Berichten zufolge bestritten und erklärt, MLP wolle von eigenen Problemen ablenken.

Simons Anwalt warf der MLP-Leitung vor, die Kündigung sei "wider besseres Wissen" erfolgt. Simon habe zu keiner Zeit seine Pflichten als Vorstand verletzt und auch nicht gegen die Verschwiegenheitspflicht verstoßen.

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