Entlassung aus der Untersuchungshaft
CDU-Politiker gesteht Annahme von Schmiergeld

Im Bonner Bestechungsskandal hat der CDU-Politiker Reiner Schreiber in einem Geständnis erstmals die Annahme von Schmiergeldzahlungen zugegeben.

dpa BONN. Das erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bonn am Mittwoch. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 60-Jährigen wegen des Verdachts der Bestechlichkeit in besonders schwerem Fall.

Schreiber war vor einem Monat unmittelbar nach seinem Rücktritt vom CDU-Fraktionsvorsitz im Stadtrat verhaftet worden. Die Aktion hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Ermittler hatten ein Konto Schreibers in der Schweiz mit 1,5 Millionen Euro Schwarzgeld entdeckt. Nach dem Geständnis wurde er am Dienstag auf Beschluss des Landgerichts Bonn aus der Untersuchungshaft entlassen.

Schreiber räumte nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein, von einem Mittelsmann 1,45 Millionen Mark (741 000 Euro) erhalten zu haben. Dafür sollte der ehemalige Chef der Bonner Stadtwerke den Anlagenbauer ABB mit ins Boot holen, als es um die Auftragsvergabe zur Modernisierung zweier Heizkraftwerke in Bonn gegangen sei. ABB hatte Mitte der 90er Jahre den Zuschlag bekommen.

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