Entlassung rechtens
„Korruptes Wildschwein“ kostet Arbeitsplatz

Ein Beamter, der seinen Chef in anonymen Briefen grundlos als "korruptes Wildschwein" und "Spesenritter" beschuldigt, kann entlassen werden. Das hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel am Mittwoch entschieden.

HB/dpa KASSEL. Der Mann habe seinen Amtsleiter und andere Kollegen in den Briefen der Bestechung, Untreue, Korruption, Urkundenfälschung und des Schwarzbauens beschuldigt, ohne dies beweisen zu können. Damit habe er ein schwerwiegendes und wegen seiner Feigheit besonders verwerfliches Dienstvergehen begangen. Das rechtfertige seine Entlassung rechtfertige, so der VGH.

Die Briefe hatte der bereits zu einer Bewährungsstrafe und einer Geldbuße verurteilte Mann über einen Zeitraum von sechs Jahren an ein hessisches Ministerium, den Hessischen Rechnungshof und verschiedene Landesämter geschickt. Einem Schreiben fügte er eine platt gedrückte Gewehrkugel und den Zusatz "Kugel für Verräter" bei. Die Staatsanwaltschaft hatte nach den anonymen Briefen jeweils Ermittlungen gegen die Beschuldigten aufgenommen, die aber ergebnislos eingestellt wurden. Der Beamte begründete sein Handeln damit, er sei um seine Beförderungschancen gebracht und somit in einen psychischen Ausnahmezustand getrieben worden.

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