Entlassungen bei Merril Lynch - Cisco beflügelt: Wall Street mit deutlichen Gewinnen

Entlassungen bei Merril Lynch - Cisco beflügelt
Wall Street mit deutlichen Gewinnen

Die Kauflust zieht sich am Morgen durch sämtliche Sektoren. Erneut sind es aber einige Unternehmen der Technologie-Branche, die sich verstärkt optimistisch geben und bei den Investoren Kauflust wecken.

NEW YORK. Der Dow Jones Index legte mehr als 106 Punkte und damit 1,05 Prozent auf 10 257,52 Punkte zu. Die technologie-orientierte Nasdaq verzeichnete ebenfalls einen Zuwachs von 1,31 Prozent auf 2 094,94 Punkte.

Da ist zum einen Cisco . Der Netzwerkriese, einer der Big Caps an der Nasdaq, sieht die Aussichten für die Hightech Industrie zwar verschwommen. Doch die Bestellungen seien im Dezember zumindest nicht mehr zurückgegangen, wie CEO John Chambers bei der Tech-Konferenz von Salomon Smith Barney in Arizona erklärte. Chambers rechnet in den nächsten beiden Quartalen mit einer "dramatischen Ausweitung" der Marktanteile, wollte aber keine Ertragsprognosen geben. Das Papier von Cisco legt in den ersten Handelsminuten 2,8 Prozent zu.

Für die Aktie des Software-Biggies Oracle geht es um 6,3 Prozent nach oben. Finanzchef Jeff Henley sieht das Unternehmen sei auf bestem Wege. "Wir sind optimistisch. Wir haben definitiv das Schlimmste überstanden und unsere Lage wird sich wieder verbessern", sagte er auf einer Internet- und Software-Konferenz von Morgan Stanley in Phoenix. Die Analysten von Thomas Weisel stufen Oracle auf "kaufen" auf.

Ein Upgrade der ABN Amro auf "zukaufen" gibt es am Morgen für SAP . Der deutsche Software-Spezialist sieht ebenfalls einen nahen Aufschwung und hat die Umsatzprognosen nach oben korrigiert. SAP ist mit einem Plus von mehr als zehn Prozent zu den stärksten Performern im Softwaresektor. Ebenfalls um mehr als zehn Prozent verbessert sich Brio Software. Das Unternehmen hat einen Großauftrag der US Air Force erhalten, die mit Brio-Programm ihre Datenbanken neu strukturieren will.

Gestärkt notieren auch die Finanztitel. Die Citigroup , am Dienstag größter Verlierer im Dow Jones, legt 1,3 Prozent zu. Das Unternehmen distanziert sich von negativen Kommentaren von Merrill Lynch. Die Analysten hatten gewarnt, die Instabilität in der argentinischen Wirtschaft würde die zweitgrößte US-Bank stark belasten, da diese Kredite in Milliardenhöhe in dem südamerikanischen Land laufen habe. Ein Sprecher der Citigroup hält das für übertrieben, und auch die Analysten von Lehman Brothers halten an ihrer Empfehlung "aggressiv kaufen" fest. Sie geben der Aktie ein Kursziel von 70 Dollar. Auch die Papiere der Fleet Boston, die am Dienstag ebenfalls im Argentinienstrudel unterging, fangen sich und legen fast ein Prozent zu.

Das Brokerhaus Merrill Lynch kündigt zur Wochenmitte Entlassungen an. Man will sich von 9000 Mitarbeitern oder 22 Prozent der Belegschaft trennen. Investoren sehen in dieser Maßnahme zur Kostenersparnis noch immer ein positives Zeichen und kaufen die Aktie. Merrill Lynch legt nach vorbörslichen Verlusten 2,2 Prozent zu und notierte eine halbe Stunde nach der Glocke als stärkste Broker-Aktie.

Gute Nachrichten komm am Mittwochmorgen auch aus dem Einzelhandel, und zunehmend fragen sich Investoren, wer denn so unter dem schwachen Weihnachtsgeschäft gelitten haben will. Die Luxus-Händler sind es jedenfalls nicht. Nachdem am Dienstag schon Tiffany mit starken Umsätzen überraschte, kündigt am Morgen Coach, ein Hersteller von teuren Handtaschen und ähnlichen Luxus-Accesoires, an, dass man die Quartalserwartungen der Wall Street schlagen werden. Die Aktie von Coach verbessert sich um 1,3 Prozent.

Auch der Elektronikhändler Best Buy hebt am Morgen die Erwartungen für das vierte Quartal an: Statt der von den Analysten prognostizierten 1,27 Dollar werde man einen Gewinn von 1,35 Dollar bis 1,40 Dollar ausweisen. Konkurrent Circuit City hatte bereits am Montag angekündigt, die Ertragserwartungen der Analysten zu schlagen. Best Buy legt im frühen Handel 2,6 Prozent zu, Circuit City notiert stark behauptet.

Die Analysten von JP Morgan beschäftigen sich mit den großen Kaufhäusern. Wal-Mart stufen die Experten auf "kaufen" auf, da die Aktie ihr Kursziel erreicht habe. Das Papier von Federated Department Stores , der Holding hinter Bloomingdale?s und Macy?s, stufen sie auf "kaufen" auf. Beide Papiere verlieren im frühen Handel leicht.

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