Entlassungen in England
Deutsche Mobilfunker halten Jobs

Anders als in Großbritannien wird es bei den Mobilfunknetzbetreibern in Deutschland keinen Stellenabbau geben. Dabei verläuft die Marktentwicklung in beiden Ländern ähnlich: Nach dem Boomjahr 2000, in dem sich die Zahl der Handykunden verdoppelte, ist der Zuwachs an Neukunden in beiden Ländern praktisch zum Stillstand gekommen.

HB BERLIN. In Großbritannien nehmen dies die Mobilfunknetzbetreiber zum Anlass, Arbeitsplätze abzubauen. Zuletzt meldete die Telekom-Tochter One-2-One, dass sie 900 Stellen, 12 % der Arbeitsplätze, streichen wird.

Bei der deutschen Schwestergesellschaft T-Mobile soll hingegen die Zahl der Stellen mit 9500 auch im kommenden Jahr konstant bleiben, sagte ein Unternehmenssprecher. Dabei werde es in einzelnen Bereichen, etwa dem Kundenservice, zu einem leichten Stellenabbau kommen, während es im Bereich der Technik wegen des UMTS-Netzaufbaus zusätzliche Stellen geben werde. Bei der Konkurrentin D2-Vodafone schloss ein Sprecher einen Stellenabbau "definitiv" aus. Die Zahl von 9900 Beschäftigten werde ungefähr gehalten. "Im letzten Jahr hatten wir eher zu wenige Leute, auch an den Hotlines", so der D2-Sprecher. Jetzt könne das Unternehmen wieder so arbeiten, dass der Service stimme. Bei der Schwestergesellschaft Vodafone-UK habe es im Boomjahr offenbar einen zu schnellen Stellenaufbau gegeben, weshalb es jetzt zu den Entlassungen komme.

Bei E-Plus, dem drittgrößten Anbieter, gibt es seit Oktober einen Einstellungsstopp, bei der Zahl von 4500 Mitarbeitern wolle man aber bleiben, sagte eine Sprecherin. Lediglich Viag Interkom hat seit Sommer die Fluktuation genutzt, die Zahl der Stellen von 4300 auf 4000 sinken zu lassen.

Donata Riedel ist Handelsblatt-Korrespondentin in Berlin.
Donata Riedel
Handelsblatt / Korrespondentin
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