Entlassungen möglich
Merck will Standort in Frankreich schließen

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck will im Rahmen seiner Restrukturierung im Pharmabereich einen Standort in Frankreich schließen.

Reuters FRANKFURT. Merck habe die Absicht, den französischen Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstandort Lacassagne in Lyon zu schließen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Darmstadt mit. Von dem Schritt wären insgesamt 320 Mitarbeiter betroffen. "Die Firma bemüht sich, soziale Härtefälle zu vermeiden. Es könnte aber auch zu Entlassungen kommen", sagte ein Sprecher des drittgrößten börsennotierten deutschen Pharmakonzerns. Die Maßnahme sei bereits mit Arbeitnehmervertretern sowie dem Management und den Beschäftigten des Standorts diskutiert worden.

Merck hatte nach Rückschlägen in der Diabetesforschung Ende Mai bereits mitgeteilt, entsprechende Forschungskapazitäten, die vor allem in Frankreich angesiedelt sind, zu überprüfen. Über eventuelle Stellenstreichungen und Standortschließungen werde im Juli entschieden, hatte es geheißen. Merck geht davon aus, dass eine Schließung des Standorts Lacassagne zu Sonderaufwendungen führen wird. Diese sind nach Konzernangaben bereits in den Sonderaufwendungen von 100 bis 200 Mill. ? enthalten, die Merck im Mai für dieses Jahr angekündigt hatte. Die Merck-Gruppe hat weltweit rund 34 500 Beschäftigte.

Die Hälfte der der 320 Mitarbeiter in Lacassagne sind nach Angaben des Konzerns in der präklinischen Diabetes-Forschung und Entwicklung tätig. Diese Aktivitäten sollen dort nun bis Ende 2004 eingestellt und bei einer Neuausrichtung auf das Diabetes-Forschungszentrum in Chilly-Mazarin bei Paris konzentriert werden. Die Pharma-Produktion in Lacassagne, in der ebenfalls 160 Beschäftigte arbeiten, soll bis Mitte 2006 geschlossen werden.

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