Entlassungen nicht auszuschließen
MAN Roland streicht rund 370 Stellen

Die MAN-Druckmaschinentochter MAN Roland wird nach den Worten von Konzernfinanzchef Ferdinand Graf von Ballestrem im Zuge ihrer Restrukturierung rund 370 Stellen streichen.

Reuters MÜNCHEN. Eine entsprechende Vereinbarung sei bereits Ende letzter Woche mit der Arbeitnehmerseite erzielt worden, sagte Graf von Ballestrem am Montagabend am Rande einer Veranstaltung in München. Entlassungen seien dabei nicht auszuschließen. Der wesentliche Teil der Stellenstreichungen entfalle auf den Standort Offenbach. Der weltweit zweitgrößte Hersteller von Druckmaschinen werde aber wie angekündigt im Gesamtjahr keine roten Zahlen schreiben. Gewerkschaften hatten zuvor von etwa 700 gefährdeten Arbeitsplätzen gesprochen.

Mitte November hatte MAN Roland auf Grund der ausgebliebenen Konjunkturerholung und des hohen Preisdrucks in der Branche seine Gewinnerwartung kräftig verringert und einen nicht bezifferten Stellenabbau angekündigt. Statt der bislang anvisierten rund 45 Millionen Euro erwartet das Unternehmen nun nur ein leicht positives Vorsteuerergebnis.

Mit Blick auf den bis Ende 2003 zum Verkauf stehenden Anteil von Volvo am schwedischen Lkw-Bauer Scania sagte Graf von Ballestrem: "An einem Paket von Scania haben wir kein Interesse." Vorteile könnten nur dadurch entstehen, wenn man MAN Nutzfahrzeuge und Scania zusammenführe und Synergien schaffe, was aber mit einem "erheblichen Risiko" verbunden sei. "Das ist nicht unproblematisch", sagte der MAN-Finanzchef. "Das muss man sehr genau prüfen. Ich sage nicht, das ist ausgeschlossen." Analysten hatten in der Vergangenheit gesagt, ein strategischer Anteil von MAN an Scania würde Sinn machen.

Er selbst stehe Großfusionen weiter skeptisch gegenüber und favorisiere vielmehr die Zusammenarbeit mit Konkurrenten in begrenzten Bereichen, sagte der Graf weiter. Am Montag hatte es in Branchenkreisen geheißen, MAN spreche mit Scania und anderen Herstellern über den gemeinsamen Einsatz von Fahrzeugkomponenten wie etwa Getrieben. Solche Gespräche seien durchaus möglich, auch wenn er dies derzeit nicht bestätigen wolle, sagte der Finanzchef.

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