Entscheidung der Stadt Erfurt
Waffenbesitzkarten vorerst tabu

Die Stadt Erfurt wird bis auf weiteres keine Waffenbesitzkarten für Sportschützen mehr ausgeben.

Reuters ERFURT. Die Stadtverwaltung gehe davon aus, dass das Waffengesetz in nächster Zeit verschärft werde, sagte ein Sprecher der thüringischen Landeshauptstadt am Dienstag. Bis dahin wolle man abwarten. Zugleich erklärte er, dass der 19-jährige Amokschütze Robert Steinhäuser die beiden Waffen legal erworben habe. Es habe in dem Zusammenhang keinerlei Ungereimtheiten gegeben. Der ehemalige Schüler habe der zuständigen Ordnungsbehörde sein Bedürfnis, seine Zuverlässigkeit sowie die nötige Sachkunde im Sinne des geltenden Waffengesetzes nachgewiesen. Auch habe es weder im Bundeszentralregister noch bei der örtlichen Polizei Eintragungen gegeben. Die Behörde habe damit nach aktueller Gesetzeslage keine Chance gehabt, ihm den Waffenschein zu verwehren.

Es werde nun darüber gesprochen werden müssen, ob künftig die Vergabe von Waffenbesitzkarten nur nach einer psychologischen Begutachtung möglich sei, sagte der Sprecher weiter. Auch stelle sich die Frage nach der Altersgrenze sowie nach der Aufbewahrung von Waffen außerhalb der Schützenvereine.

In der Politik gibt es nach dem Amoklauf von Erfurt Bestrebungen, die Altersgrenze für den Erwerb von Waffen von 18 auf 21 Jahre heraufzusetzen.

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