Entscheidung des Bundesgerichtshofs
Widerrufsrecht bei Haustür-Kreditverträgen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am Dienstag in Karlsruhe bestätigt, dass an der Haustür geschlossene Kreditverträge widerrufen werden können. Dies gelte, wenn Immobilienkäufer unaufgefordert von Kreditvermittlern zu Hause besucht und nicht über ihre Widerrufssrechte belehrt worden seien.

vwd KARLSRUHE. In dem zu Grunde liegenden Fall forderte ein Kläger nach Widerruf eines solchen Vertrags die Rückzahlung von Zinsen und Tilgung in Höhe von rund 8000 Euro (AZ: XI ZR 47/01).

Laut BGH sind in einem solchen Fall die jeweiligen Parteien verpflichtet, dem anderen Teil die empfangene Leistungen zurückzuzahlen und zu verzinsen. Die Kläger hätten damit Anspruch auf Erstattung der von ihnen gezahlten Zins- und Tilungsleistungen und auf marktübliche Verzinsung dieser Beträge. Im Gegenzug könne die beklagte Bank vom Kläger die Erstattung des ausgezahlten Nettokreditvertrages und dessen marktübliche Verzinsung einfordern, entschied der BGH. Er präzisierte damit eine Entscheidung vom April dieses Jahres.

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