Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs angestrebt
EM-TV-Kleinaktionär legt Einspruch gegen Urteil ein

Die Kanzlei Tilp & Kälberer wird im Auftrag ihrer Mandaten Berufung gegen das Urteil des Amtsgericht München im Fall EM-TV einlegen. Dies teilte die Kanzlei am Freitag in Kirchentellinsfurt mit.

dpa-afx KIRCHENTELLINSFURT. Da es in diesem Prozess schwerpunktmäßig um die Frage gehe, ob die Verletzung von Ad-hoc-Mitteilungspflichten dem geschädigten Anleger Recht auf Schadensersatz gebe, sei es Ziel dieses Prozesses von Anfang an gewesen diese Frage schnellstmöglich dem Europäischen Gerichtshof in Brüssel zur Entscheidung vorzulegen. Nach Art. 234 EGV sei das letztinstanzliche nationale Gericht grundsätzlich zu einer solchen Vorlage verpflichtet. Die Kanzlei sei daher zuversichtlich, dass die Berufungsinstanz, das Landgericht München I, eine solche Entscheidung treffen werde.

Im ersten Schadenersatzprozess gegen den Medienkonzern EM-TV hatte das Amtsgericht München die Klage eines Kleinaktionärs abwiesen. Dem Aktionär hätte klar sein müssen, dass eine Geldanlage am Neuen Markt hoch risikobehaftet sei, sagte die Richterin am Donnerstag in München. Der Anleger aus dem Raum Köln hatte EM-TV vorgeworfen, zu spät vor drohenden Verlusten gewarnt zu haben. Durch den Kurssturz der Aktie habe er rund 5 000 DM verloren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%