Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Frankfurt
Mehrarbeit rechtfertigt kein höheres Gehalt

dpa FRANKFURT/M. Wenn ein Arbeitnehmer Tätigkeiten übernimmt, die über seinen Arbeitsvertrag hinausgehen, hat er nicht automatisch Anspruch auf ein höheres Gehalt. Das hat das hessische Landesarbeitsgericht in Frankfurt entschieden. Die Richter wiesen damit die Klage einer Sekretärin gegen die Stadt Frankfurt zurück (Az.: 2 Sa 3/01).

Die Frau war im Vorzimmer eines Museumsdirektors tätig, wirkte aber auch in der Öffentlichkeitsarbeit mit, bereitete Ausstellungen vor und schloss Mietverträge ab. Da diese Tätigkeiten nicht im Arbeitsvertrag vereinbart waren, leitete sie einen Anspruch auf Eingruppierung in eine höhere Gehaltsstufe ab. Nach Ansicht des Gerichts hat sich die Bezahlung eines Arbeitnehmers stets an dessen "arbeitsvertraglich geschuldeter Leistung" zu orientieren. Wenn er mit höherwertiger Arbeit beauftragt werde, könne er diese mit Hinweis auf den Vertrag verweigern. Wenn er sie trotzdem übernehme, habe er keinen Anspruch auf eine Gehaltserhöhung.

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