Entscheidung des Oberlandesgerichts: Siemens muss SNI-Aktionären höhere Abfindung zahlen

Entscheidung des Oberlandesgerichts
Siemens muss SNI-Aktionären höhere Abfindung zahlen

Mehr als zehn Jahre nach der Eingliederung von Siemens Nixdorf (SNI) in den Münchener Siemens-Konzern haben sich die Kleinaktionäre des Paderborner Computerherstellers eine höhere Abfindung erstritten.

Reuters DÜSSELDORF/MÜNCHEN. Statt des von Siemens angebotenen Umtauschverhältnisses von einer Siemens-Aktie für sechs SNI-Papiere erhalten sie nun drei Siemens-Aktien für je 13 SNI-Anteilsscheine, wie das Oberlandesgericht Düsseldorf am Montag mitteilte. Für nicht durch drei teilbare Spitzen muss eine Zuzahlung von 76,90 Euro je Aktie im Nennwert von 50 DM gezahlt werden. Das Landgericht Dortmund hatte zuvor sogar ein Umtauschverhältnis von eins zu drei festgelegt. Mit dem nicht mehr anfechtbaren Beschluss zog das Oberlandesgericht einen Schlussstrich unter den jahrelangen Rechtsstreit (AZ: 19 W 9/00 AktE).

Siemens hatte 1992 seinen Anteil an SNI auf 95,2 Prozent erhöht und die Eingliederung der Gesellschaft beschlossen. Gegen das Umtauschangebot für die restlichen 1,4 Millionen SNI-Aktien hatten einige außen stehende Aktionäre ein Spruchstellenverfahren angestrengt, weil sie die Abfindung für nicht angemessen hielten.

Ein Siemens-Sprecher wollte zur Gesamtbelastung durch die nachzuzahlende Abfindung keine Angaben machen. Der Betrag liege aber in einer Größenordnung, die das Unternehmen erwartet und in seinen Planungen bereits berücksichtigt habe, sagte er.

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