Entscheidung frühestens am Dienstag
Nachfolgeeinsatz in Mazedonien unter deutscher Führung?

Der Nato-Rat wird frühestens am Dienstag über die Einzelheiten eines Nachfolgeeinsatzes in Mazedonien entscheiden.

ap BERLIN. Das teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Sonntag in Berlin auf Anfrage mit. Der Sprecher verwies auf die Erklärung von Bundeskanzler Gerhard Schröder, dass Deutschland bei einem entsprechenden Beschluss der Nato bereit sei, beim Schutz der zivilen Beobachter des Friedensprozesses "eine verantwortliche Rolle" zu übernehmen.

Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" hat die Bundesregierung angeboten, die militärische Führung des Nachfolgeeinsatzes in Mazedonien zu übernehmen. Ein entsprechendes Angebot sei in den vergangenen Tagen im Nato-Rat unterbreitet worden, berichtete die Zeitung. Der Nachfolgeverband für die Operation "Essential Harvest" solle 600 Mann umfassen und nach den Planungen der Bundeswehr und der Nato aus deutschen, französischen und italienischen Einheiten bestehen.

Dem Bericht zufolge sollen die Briten den Rückzug ihrer Truppen aus Mazedonien angekündigt haben. Grund sei unter anderem, dass jetzt Soldaten für einen möglichen Einsatz in Afghanistan benötigt würden. Die USA wollten für die Nachfolgeoperation in Mazedonien auch weiterhin Hubschrauber bereitstellen, sich aber nicht mit Bodentruppen beteiligen.

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