Entscheidung für Herbst erwartet
„Tagesspiegel“ lehnt Bauer-Verlag als Käufer ab

Bauer könne „in keiner Weise als Garant für die Zukunft des „Tagesspiegels“ angesehen werden“, heißt es in einer ganzseitigen Erklärung „in eigener Sache“ in der Freitags-Ausgabe.

HB/dpa BERLIN. Der Berliner "Tagesspiegel" hat sich mit einer ganzseitigen Erklärung "in eigener Sache" gegen einen möglichen Verkauf an den Hamburger Bauer-Verlag gewehrt. Bauer könne "in keiner Weise als Garant für die Zukunft des "Tagesspiegels" angesehen werden", heißt es in dem Text, der am Freitag veröffentlicht wurde. Die Entscheidung über eine mögliche Neuordnung des Berliner Zeitungsmarkts wird in diesem Herbst erwartet.

Holtzbrinck bemüht sich derzeit um eine Sondererlaubnis von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD), um neben dem "Tagesspiegel" auch die "Berliner Zeitung" übernehmen zu können. Das Kartellamt hatte dies aus wettbewerbsrechtlichen Gründen abgelehnt. Der Minister hat vor einer Entscheidung zur Bedingung gemacht, dass ein Verkauf des "Tagesspiegels" geprüft wird. Der Bauer-Verlag ("Bravo", "TV Movie", "Neue Revue") ist im Zeitungsgeschäft bislang nur mit der "Magdeburger Volksstimme" aktiv.

Für den 8. September hat Clement eine neue Anhörung im Wirtschaftsministerium angesetzt. Bereits am kommenden Donnerstag will sich die zuständige Monopolkommission erneut mit dem Thema befassen.

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