Entscheidung gefallen
Großraumflieger A3XX wird gebaut

Der Startschuss für den Bau des Superflugzeuges A3XX gefallen, teilten die europäischen Airbus-Partner mit. Sie wollen das Konsortium zudem in einen Industriekonzern umbauen. die Airbus Integrated Company (AIC). EADS wird mit 80 Prozent, die britische BAe Systems mit 20 Prozent beteiligt sein.

afp PARIS. In Paris ist am Freitag der Startschuss für den Bau des größten Passagierflugzeuges der Welt gefallen. Der Airbus A3XX, der den Jumbojet B747 des US-Konkurrenten Boeing überflügeln soll, werde gebaut, teilten die europäischen Airbus-Partner auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit. Airbus liegen nach eigenen Angaben bereits Kaufzusagen für 60 Maschinen dieses Typs vor. Die Montage des A3XX soll in Toulouse erfolgen, die Innenausstattung in Hamburg. Zugleich wurde in Paris die Umwandlung des Airbus-Konsortiums in einen integrierten Industriekonzern bekannt gegeben. Zum Jahreswechsel soll das Konsortium in der neuen Gesellschaft Airbus Integrated Company (AIC) aufgehen. An der AIC werden der in Gründung befindliche deutsch-französisch-spanische Luftfahrtkonzern EADS mit 80 Prozent und die britische BAe Systems mit 20 Prozent beteiligt sein. Die neue Gesellschaft werde ihren Sitz in Toulouse haben und an den Produktionsstandorten in Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien insgesamt 40 000 Mitarbeiter beschäftigen, hieß es. Vorstandschef werde Noel Forgeard, der bereits das Airbus-Konsortium führt und auch im EADS-Vorstand für das Airbus-Geschäft zuständig sein wird.

Die Entscheidung über den Bau des Großraumflugzeuges war in den vergangenen Monaten immer wieder verschoben worden - unter anderem, weil Deutschland und Frankreich darüber stritten, welche Teile des Flugzeuges in Toulouse und welche in Hamburg produziert oder montiert werden sollen. Der A3XX soll zwischen 480 und 650 Passagieren Platz bieten. Die Entwicklungkosten für den neuen Flugzeugtyp werden auf 24 Milliarden Mark veranschlagt. Das Riesenflugzeug soll die Monopolstellung des Boeing-Jumbojets brechen.

Als eigenständiger Konzern wird AIC künftig über eigene Forschungslabors und Produktionsstätten verfügen, die bisher in der Hand der Partner des Konsortiums waren. Zudem sollen auf diese Weise künftig leichter Finanzmittel auf den internationalen Märkten mobilisiert werden können. Dennoch soll auf die bislang üblichen rückzahlbaren staatlichen Anleihen nicht verzichtet werden.

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