Entscheidung gegen Arbeitsplätze
Deutsche Spediteure kritisieren EU-Einigung zu Lenkzeiten

vwd BRÜSSEL. Der Grundsatzbeschluss der EU-Verkehrsminister zu den Lkw-Lenkzeiten ist eine erneute Entscheidung gegen deutsche Arbeitsplätze. So hat der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) am Freitag den mit Mehrheitsvotum vereinbarten Kompromiss kommentiert. Durch die in den Mitgliedstaaten unterschiedliche Qualität der Überwachung von Lenkzeiten seien Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten der deutschen Branche vorprogrammiert. Wenig konsistent im Sinne der Ziele der künftigen Richtlinie sei, dass selbständige Fahrer für sechs Jahre von der Anwendung der neuen Lenkzeitenregeln ausgenommen werden sollten. Dadurch entstehe verstärkter Druck, bislang angestellte Lkw-Fahrer zu verselbständigen und damit dem nicht flexiblen Arbeitszeitkorsett zu entgehen. Schon jetzt führe Sozialdumping zu erheblichen Marktstörungen. Vorgeschriebene jürzere Arbeitszeiten nur für angestellte Fahrer würden dies verstärken, so der BGL.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%