Entscheidung im Februar erwartet
Verkauf von Scholz & Friends wahrscheinlich

Der mit Finanzproblemen kämpfende britische Werbe- und Marketing-Konzern Cordiant Communications wird voraussichtlich noch in diesem Monat den Verkauf der deutschen Werbeagentur Scholz & Friends beschließen.

HB/dpa LONDON/BERLIN. Das verlautete am Montag aus Unternehmenskreisen in London. Neben einem Verkauf an andere größere Holding-Gesellschaften sei auch eine Veräußerung an das Scholz-&-Friends-Management über ein Management-Buy-Out denkbar. Bei dem Berliner Unternehmen war keine Stellungnahme zu erhalten.

Die Gerüchte über eine Veräußerung der Scholz-&-Friends-Anteile in Höhe von 77 Prozent halten sich seit langem. Das Berliner Unternehmen dringt seit einiger Zeit auf einen Gesellschafterwechsel, um die Expansionspläne in Europa umzusetzen. Cordiant wiederum kämpft mit Schulden und will mit dem Verkauf von Unternehmensteilen die leeren Kassen füllen. Nun hat sich das Management in London offenbar zu einem Verkauf von Scholz & Friends durchgerungen. Die endgültige Entscheidung sowie eine Einigung mit den Banken stehen noch aus.

Scholz & Friends ist nach eigenen Angaben das führende europäische Netzwerk. Die einzige börsennotierte deutsche Werbeagentur will künftig in Europa alle Kommunikationskanäle besetzen. Für 2002 wird trotz der Branchenflaute ein operativer Gewinn erwartet. Nach Sonderabschreibungen wird vor Steuern und Zinsen aber mit einem Minus gerechnet nach einem Gewinn von 1,4 Millionen Euro im Jahr 2001. Der Umsatz wird 2002 nach letzten Firmenangaben voraussichtlich leicht unter dem Vorjahresniveau von 74,4 Millionen Euro liegen.

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