Entscheidung in der zweiten Instanz: „Körperwelten“ darf in München doch gezeigt werden

Entscheidung in der zweiten Instanz
„Körperwelten“ darf in München doch gezeigt werden

Die umstrittene Leichenausstellung "Körperwelten" darf in München mit Ausnahme einiger Exponate doch gezeigt werden.

HB/dpa MÜNCHEN. Das entschied am Freitag der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in München. Der geplanten Eröffnung der Ausstellung am Abend stand damit nichts mehr im Weg. Das Verwaltungsgericht München hatte das Verbot der Stadt zunächst in erster Instanz bestätigt. Dagegen hatte der Leichenpräparator Gunther von Hagens Beschwerde zum Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eingelegt.

Die öffentliche Sicherheit, die Würde der Verstorbenen und das sittliche Empfinden der Allgemeinheit würden durch die bloße Ausstellung der präparierten Leichen nicht beeinträchtigt, hieß es in der Begründung des VGH-Urteils. Die Ausstellung der Plastinate diene der medizinischen Anschauung und erfülle einen Lehrzweck. Damit sei die Leichenschau von der Wissenschaftsfreiheit in Artikel 5 des Grundgesetzes gedeckt. Der Verkauf von "Körperwelten-Artikeln" wurde allerdings mit Ausnahme der Ausstellungskataloge und Postkarten untersagt.

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