„Entscheidung ist mir sehr, sehr schwer gefallen"
Hitzfeld-Absage stürzt DFB in Dilemma

Eine Woche nach dem Rücktritt von Rudi Völler als Teamchef der Fußball-Nationalmannschaft hat Ottmar Hitzfeld das Bundestrainer-Angebot des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) abgelehnt.

HB FRANKFURT/M. "Diese Entscheidung ist mir sehr, sehr schwer gefallen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des 55-jährigen Fußball- Lehrers mit dem DFB. "Aber ich bin derzeit nicht in der Verfassung, die nötig ist, der deutschen Nationalmannschaft bis zur WM 2006 weiter zu helfen - so, wie ich das unbedingt für nötig halte", sagte Hitzfeld.

Er bedankte sich für das "mir entgegen gebrachte Vertrauen". Mit DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder "habe ich ein gutes Gespräch geführt, und wir hatten Einigkeit in allen wesentlichen Punkten erzielt". Mayer-Vorfelder erklärte: "Ich bedauere die Entscheidung von Ottmar Hitzfeld, aber ich habe sie zu respektieren. Über die neue Situation und die Namen möglicher Kandidaten für das Bundestrainer- Amt wird im DFB-Präsidium am Montag zu beraten sein."

Der neue-Bundestrainer müsse zwar kein Deutscher sein, aber Deutsch können. "Ich bin der Meinung, dass es eine Grundvoraussetzung ist, dass der Trainer fließend Deutsch sprechen muss", sagte Mayer-Vorfelder. Namen wollte der 71-Jährige nicht nennen.

Der Machtkampf beim DFB habe keinerlei Einfluss auf seine Entscheidung gehabt, betonte Hitzfeld kurz nach der veröffentlichten gemeinsamen Erklärung mit dem DFB. "Das hat überhaupt keine Rolle gespielt. Der Präsident hat sich hervorragend verhalten", sagte der 55-Jährige auf die Frage, inwieweit die Diskussionen um die Position und Zukunft von DFB - Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder seinen Entschluss beeinflusst habe.

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