Entscheidung nicht vor September
Verdacht auf Insiderhandel hat sich bei Metabox erhärtet

Der Verdacht auf Anlagebetrug, Insiderhandel und Kursmanipulation gegen die Hildesheimer Metabox AG hat sich nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft Hannover teilweise erhärtet. Er gehe nicht davon aus, dass das Verfahren sang- und klanglos eingestellt werde, sagte Behördensprecher Manfred Knote am Mittwoch in Hannover und bestätigte einen Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

dpa/jr HANNOVER/HILDESHEIM. Frühestens in zwei Monaten werde die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob Anklage gegen das Hildesheimer Unternehmen erhoben werde. Ein Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs der Bilanzfälschung hatte die Staatsanwaltschaft Ende Juni eingestellt.

Im Kern geht es bei den Vorwürfen um ad-hoc-Meldungen des am Frankfurter Neuen Markt notierten Unternehmens zu angeblichen Großaufträgen aus dem Ausland. Metabox hatte mehrere Aufträge aus dem Ausland mitgeteilt, die entsprechenden Partner aber nie genannt. Auf Grund der angeblich hohen zu erwartenden Umsätze war damals die Metabox-Aktie kräftig gestiegen. Das Papier hatte Mitte vergangenen Jahres bei rund 40 Euro notiert. Inzwischen liegt die Aktie bei unter 1 Euro.

Metabox erklärte, durch die Verteidiger seien alle Vorwürfe bestritten worden. Nach wie vor gehe man davon aus, dass nach dem Ende der Ermittlungen das gesamte Verfahren eingestellt werde. Von einer Anklage oder einem Strafbefehl könne keine Rede sein. Unterdessen läuft das Insolvenzverfahren bei dem Hersteller so genannter Settop-Boxen, die Fernsehgeräte internet-fähig machen sollen.

Metabox ist eines von aktuell 31 Unternehmen am Neuen Markt, deren Aktien unterhalb von einem Euro notieren. Diese Gesellschaften müssen um den Verbleib an diesem Marktsegment fürchten, weil die Deutsche Börse eine Regeländerung plant.

Die komplette Liste der 31 Penny Stocks

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