Entscheidung noch offen
Telekom will an ihr Tafelsilber

Helmut Sihler kennt keine heiligen Kühe: Der Mann, der die Deutsche Telekom mit einem rigiden Sparkurs drastisch entschulden will, erwägt offenbar den Teilverkauf von T-Online und T-Mobile.

HB/ddp/vwd HAMBURG. Nach Schätzungen der Investmentbank Goldman Sachs könne der Konzern damit bis zu 3 Mrd. ? erlösen, berichtet die "Financial Times Deutschland". Diese Option hätten Spitzenmanager der Telekom während eines Analystentreffens genannt, heißt es unter Berufung auf eine Analyse des Bankhauses.

Die Anteile von T-Mobile und T-Online sollten danach nicht an die Börse gebracht, sondern an andere Unternehmen oder Kapitalgeber verkauft werden. Konzernkreise hätten von mehreren Optionen berichtet. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Laut Goldman Sachs erwäge die Telekom, rund zehn Prozent von T-Mobile zu veräußern.

Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick hatte noch im August gesagt, dass noch vier bis sieben Milliarden Euro fehlen, um das Ziel, die Gesamtschulden auf 50 Milliarden Euro zu senken. Derzeit betragen sie mehr als 64 Milliarden Euro.

Den Gesamtwert von T-Mobile beziffern Experten von Goldman Sachs auf 20 Milliarden Euro. Analysten der Deutschen Bank gehen von einem Wert von 28 Milliarden aus. Im Jahr 2000, in dem der Börsengang ursprünglich geplant war, betrug der Wert von T-Mobile noch 60 bis 70 Milliarden Euro.

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