Entscheidung soll Anfang Dezember fallen
Nur noch zwei Firmen bieten ums Telekom-Kabelnetz

Der Poker um das TV-Kabelnetz der Deutschen Telekom nähert sich dem Ende: Der Bonner Konzern hat zwei von drei Bieterkonsortien in die letzte Verhandlungsrunde genommen. Anfang Dezember soll die Entscheidung fallen, wer von beiden den Zuschlag erhält und damit das Kabelnetz der Telekom kauft. Das verlautete aus Verhandlungskreisen.

HB/pes/slo DÜSSELDORF. Demnach ist das Duo CVC Capital Partners und Warburg Pincus nicht mehr in der engeren Wahl.In die Endrunde sind das Konsortium um Goldman Sachs und Apax sowie der Wagniskapitalgeber Hicks, Muse, Tate & Furst gekommen. Nach Angaben aus informierten Kreisen hat das Konsortium um Goldman Sachs die besseren Aussichten. Die Gebote lägen bei etwa 1,8 bis 2 Mrd. Euro und damit deutlich unter den zunächst von der Telekom kalkulierten 2,5 Mrd. Euro.

Ursprünglich haben die Beteiligten den Zuschlag bereits Mitte November erwartet. Es habe aber noch Gesprächsbedarf gegeben. "Wir wollten mal abwarten, wie sich die Preiserhöhungen auswirken", heißt es zudem aus den Bieterkreisen. Im November hatte die Telekom die Gebühren für das Kabelfernsehen erhöht.

Inzwischen hat Telekom-Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick nach Angaben aus informierten Kreisen die Verhandlungen mit den Kabelbietern von Technik-Vorstand Gerd Tenzer übernommen. Tenzer wird voraussichtlich aus der Konzernspitze ausscheiden, wenn der Aufsichtsrat am Donnerstag den neuen Vorstand nach den Plänen von Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke absegnet. Diese sehen vor, dass die Konzernsparten künftig im Vorstand vertreten sind. Dann werden wohl T-Online-Chef Thomas Holtrop und der bisher bei T-Mobile für das Europageschäft verantwortliche Manager René Obermann neu in das Führungsgremium aufrücken. Offen ist noch nach Angaben aus Kreisen, ob Obermann im Vorstand für Mobilfunk oder Festnetz zuständig sein wird. Sollte er die Festnetzsparte übernehmen, wird Bob Stapleton, bisher im T-Mobile-Vorstand für das US-Geschäft zuständig, als T-Mobile-Chef gehandelt.

Quelle: Handelsblatt

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