Entscheidung steht noch aus
Russischer Widerstand gegen Atommülldepot im Nordpolarmeer

Das russische Atomministerium hat sich internationalen Plänen zum Bau eines Atommüllendlagers auf einem russischem Archipel im Nordpolarmeer widersetzt.

dpa MOSKAU. Die Endlagerung von Atommüll im Dauerfrostboden sei wegen der Klimaerwärmung riskant, sagte Atomminister Alexander Rumjanzew in der Dienstagsausgabe der Moskauer Zeitung "Rossijskaja Gaseta". Norwegen, Schweden und Finnland befürworten den Bau, weil sie über große Mengen Atommüll auf der an Skandinavien angrenzenden russischen Halbinsel Kola besorgt sind.

Nach bisherigen Plänen der russischen Behörden sollen Reaktoren von abgewrackten Atom-U-Booten der russischen Nordflotte auf dem durch mehr als 100 sowjetische Atomtests verstrahlte Archipel Nowaja Semlja endgelagert werden. Umweltschützer kritisieren seit langem, dass die russische Marine tausende Tonnen Atomabfall an der Küste verrotten lasse. Eine endgültige Entscheidung der russischen Regierung zum Bau des Endlagers steht noch aus.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%