Entscheidung über eine Fusion der beiden Tochter-Institute steht noch aus
Hypo-Vereinsbank sieht hohes Synergiepotenzial aus Übernahme der Bank Austria

Reuters FRANKFURT. Die Hypo-Vereinsbank (HVB) erwartet aus der am Wochenende vereinbarten Übernahme der Bank Austria (BA) hohe Kostensenkungs- und Synergiepotenziale. Insgesamt werde der Zusammenschluss der zweitgrößten Bank in Deutschland mit dem größten Kreditinstitut Österreichs jährlich 500 Mill. Euro (knapp 980 Mill. DM) bringen, sagte HVB-Chef Albrecht Schmidt am Montag in Frankfurt. Dem stehe ein einmaliger Restrukturierungsaufwand von 350 Mill. Euro durch den Abbau von Überschneidungen und die Zusammenlegung der Informationstechnologie gegenüber.

Ein hohes Kostensenkungspotenzial sehen die zwei Banken auch in einer Zusammenführung von Verwaltungsfunktionen ihrer polnischen Töchter Bank Przemyslowo-Handlowy SA und PBK. Eine Entscheidung über eine Fusion der beiden Tochter-Institute sei aber noch nicht gefallen, sagte ein Bank-Austria- Sprecher: "Dafür ist es noch zu früh", sagte er. Aus der Auflösung der Überschneidungen erwartet die HVB allein 320 Mill. Euro Einsparungen pro Jahr, die sich bis 2003 voll entfalten sollen. Durch eine Verbesserung der operativen Strukturen in Österreich sollen weiter 175 Mill. Euro eingespart werden.



Wesentlich stärkere Gewichtung im Stoxx-Index

Durch die Übernahme der größten Bank Österreichs durch das zweitgrößte deutsche Institut entsteht mit einer Bilanzsumme von rund 650 Mill. Euro die drittgrößte Bank Europas mit etwa 65 000 Mitarbeitern. Im Zuge des Aktientauschs fällt für die HypoVereinsbank ein Goodwill von 2,9 Mrd. Euro an, der nach IAS-Vorschriften über 20 Jahre abgeschrieben wird. Die BA - Aktionäre erhalten im Vergleich zu den Durchschnittskursen der beiden Banken in den vergangenen 30 Tagen einen Aufschlag von 34 %. Durch die Fusion werde die Gewichtung der HVB im STOXX- Index rund 25 % steigen, hieß es.



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