Entscheidung über Einstieg noch offen
EM.TV verhandelt weiter mit Kirch

Der Poker um die wertvollen Formel-1 -Rechte aus dem Besitz des Medienhauses geht weiter. Kirch ist noch im Rennen.

Reuters MÜNCHEN. Die Verhandlungen über einen Einstieg des Medienkonzerns Kirch bei der EM.TV & Merchandising AG gehen vorerst weiter. "Wir sind weiter im Gespräch, es ist aber noch keine Entscheidung gefallen", sagte EM.TV-Sprecher Michael Birnbaum am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Ob die Gespräche weiter exklusiven Charakter hätten, wollte er zunächst nicht sagen. Am Mittwochabend war die Frist abgelaufen, innerhalb derer sich die beiden Verhandlungspartner zugesichert hatten, mit keinem anderen zu verhandeln. Die Kirch-Gruppe hatte bereits am Mittwoch signalisiert, dass die Gespräche in den Februar hinein fortgesetzt würden.

Nach einem Zeitungsbericht sind die Gespräche um eine Woche verlängert worden. Die "Financial Times Deutschland" (Donnerstagausgabe) berichtet unter Berufung auf Aufsichtsratskreise, auch der Exklusivstatus von Kirch dürfte um eine Woche verlängert worden sein. EM.TV wollte dies auf Anfrage nicht bestätigen. Die US-Investmentbank Hellman & Friedman, die nach Angaben aus Verhandlungskreisen ein Gegenangebot für die 50-prozentige Beteiligung von EM.TV an der Formel Eins vorgelegt hat, drängt EM.TV dem Bericht zufolge zu einer raschen Entscheidung. "Das Angebot liegt am Tisch und kann jederzeit vorgelegt werden. Es gilt jedoch nur noch für kurze Zeit", zitiert die "Financial Times Deutschland" eine Quelle aus dem Umfeld der Bank.

Kirch will sich mit bis zu 16,74 % an dem angeschlagenen Merchandising- und Filmhandelsunternehmen beteiligen sowie für 550 Mill. $ knapp die Hälfte der EM.TV-Beteiligung an der Formel-Eins-Holding SLEC übernehmen. Nach Angaben von EM.TV ist die eingehende Unternehmensprüfung durch Kirch inzwischen abgeschlossen, die als Voraussetzung für den Einstieg galt.

Eine Verkaufsoption des Organisators der Rennsportserie, Bernie Ecclestone, über weitere 25 % an der SLEC und eine auf 50 (525) Mill. DM gesenkte Gewinnerwartung für das Jahr 2000 hatten EM.TV finanziell unter Druck gesetzt, so dass sich die Gesellschaft nach einem finanzstarken Partner umsah.

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