Entscheidung über Revision offen
Becker muss doch noch zittern

Die Zitterpartie für Boris Becker (34) wegen seiner millionenschweren Steuerhinterziehung ist noch nicht ganz ausgestanden. Die Staatsanwaltschaft hält sich weiter die Frage offen, ob sie gegen die zweijährige Bewährungsstrafe für Becker Revision beim Bundesgerichtshof (BGH) einlegen wird.

HB/dpa MÜNCHEN. Die Entscheidung darüber werde erst an diesem Montag oder Dienstag endgültig fallen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München I am Freitag.

Wegen Steuerhinterziehung von rund 1,7 Millionen Euro hatte das Landgericht München I den früheren Tennisstar am Donnerstag zu zwei Jahren Haft verurteilt, die Strafe aber zur Bewährung ausgesetzt. Damit bleibt Becker ein freier Mann. Nach dem Urteil der 4. Strafkammer muss der dreimalige Wimbledonsieger außerdem Geldauflagen von 500 000 Euro bezahlen.

Becker selbst hatte sich noch im Gericht erleichtert gezeigt und erklärt, er werde keine Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen. Er sei frei, und das sei das Wichtigste, hatte der gebürtige Leimener erklärt. Bei einer Freiheitsstrafe von mehr als zwei Jahren wäre er bei Rechtskraft des entsprechenden Urteils hinter Gitter gekommen, denn nur bis zwei Jahre Haft ist eine Strafaussetzung zur Bewährung möglich. Sollte die Staatsanwaltschaft das Urteil anfechten und der BGH ein härteres Urteil für nötig halten, könnte Becker möglicherweise doch noch hinter Gitter kommen.

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