Entscheidung vor außerordentlicher Sitzung in Wien
OPEC erhöht Fördermenge nicht

Die OPEC wird vorerst die Ölfördermenge nicht erhöhen. Bereits vor einer außerordentlichen Sitzung am Dienstag in Wien einigten sich die Ölminister darauf.

ap WIEN. Zur Begründung hieß es, auf dem Weltmarkt stünde ausreichend Öl zur Verfügung. Mit rund 24,2 Mill. Barrel täglich sind die OPEC-Länder derzeit mit 40 % an der weltweiten Ölförderung beteiligt. Der algerische Ölminister und OPEC-Präsident Chakib Khelil sagte, die Mitglieder hätten sich darauf geeinigt, dass es keine Produktionserhöhung geben werde. Hintergrund des außerordentlichen Treffens war die Entscheidung Iraks, Anfang Juni praktisch alle Rohölexporte einzustellen. Die Regierung protestierte mit diesem Schritt gegen eine Entscheidung der Vereinten Nationen, das Programm Öl für Lebensmittel nur um einen Monat und nicht, wie sonst üblich, um sechs Monate zu verlängern.

Allerdings hatte der Irak am Montag überraschend angedeutet, über eine Wiederaufnahme der Exporte von 2,1 Mill. Barrell täglich nachzudenken. Großbritannien hatte angesichts eines drohenden Vetos Russlands im Sicherheitsrat den Resolutionsentwurf für eine neue Sanktionsregelung zurückgezogen. Stattdessen brachte Großbritannien eine neue Resolution ein, das Hilfsprogramm "Öl für Lebensmittel" um fünf Monate zu verlängern. In Bagdad kündigte Vize-Ölminister Fais Abdel Allahschahin darauf hin an, Irak werde seine Ölförderung sofort nach der Verlängerung des Programms wieder aufnehmen.

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