Entscheidung zu Gesprächskosten
Telegate plant Beschwerde gegen Urteil

Der Auskunftsanbieter Telegate will gegen ein Gerichtsurteil vorgehen, wonach er seine Kunden über die Kosten weiter vermittelter Telefongespräche informieren muss.

Reuters MÜNCHEN. "Wir werden eine Nichtzulassungbeschwerde beim Bundesgerichtshof einreichen", sagte eine Telegate-Sprecherin am Freitag in München. Damit wolle sich Telegate dagegen wehren, dass das Oberlandesgericht München bei seinem Urteil am Donnerstag keine Rechtsmittel zugelassen habe.

Nach dem Urteil muss Telegate Anrufern aus dem Festnetz der Deutschen Telekom künftig mitteilen, was von Telegate weiter vermittelte Gespräche kosten.

Bei der Telegate-Auskunft kann man sich ebenso wie beim Konkurrenten Telekom direkt mit einer gewünschten Nummer verbinden lassen. Für solche Gespräche verlangt Telegate nach Auskunft einer Firmensprecherin von Telekom-Festnetz-Kunden einheitlich 9,9 Cent pro Minute. Das sei teurer als ein Telekom-Ortsgespräch, aber billiger als ein Ferngespräch.

Nach Ansicht der Zentrale zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs, die die Klage angestrengt hat, liegen die Telegate-Gesprächskosten erheblich über den normalen Verbindungspreisen. "Wir begrüßen dieses Urteil", teilte Hans-Frieder Schönheit mit, der stellvertretende Geschäftsführer der Wettbewerbszentrale.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%