Entscheidung zum Bau des LKW-Mautsystems soll noch 2001 fallen
Der Telekom winkt ein Großauftrag

Der Großauftrag für den Aufbau und Betrieb eines elektronischen Lkw-Mautsystems geht voraussichtlich an ein Konsortium um die Deutsche Telekom und Daimler-Chrysler.

HB BERLIN/DÜSSELDORF. Nach Informationen des Handelsblatts ist das Konsortium der letzte verbliebene Anbieter, nachdem das Bundesverkehrsministerium den beiden anderen Interessenten bereits eine Absage erteilt hat. Dabei handelt es sich um ein Konsortium um den britischen Mobilfunkkonzern Vodafone sowie die Schweizer Fela Management AG. Beide haben beim Bundeskartellamt Beschwerde gegen die Ministeriumsabsage eingelegt.

Die Bundesregierung will zum 1. Januar 2003 eine entfernungsabhängige Lkw-Maut auf Autobahnen einführen. Nach Investitionen von rund 2 Mrd. DM für die Infrastruktur wollen potenzielle Betreiber des Mautsystems 10 bis zu 20 % der Erlöse. Bei erwarteten Gebühren von gut 6 Mrd. DM pro Jahr winken damit langfristige Einnahmen in Milliardenhöhe. Auch die Niederlande und Österreich haben bereits Interesse an dem deutschen System angemeldet.

Die offizielle Entscheidung, wer das Mautsystem baut, soll noch 2001 fallen. Der künftige Betreiber muss die Technik in einem Feldversuch testen lassen und mit dem Verkehrsministerium die tatsächliche Höhe der Gebühren aushandeln, die er für seine Dienstleistung bekommt. Die Maut wird voraussichtlich zwischen 27 und 37 Pfennig pro gefahrenen Autobahn-Kilometer liegen.

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