Entscheidung zur Einführung einer Pfandpflicht steht
Umweltministerium lehnt Industrie-Plan zu Dosenpfand ab

"Die Entscheidung zur Einführung einer Pfandpflicht steht", sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Die Wirtschaft will die Pfandpflicht mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung noch verhindern.

afp BERLIN. Das Bundesumweltministerium hat einen Plan von Handel und Industrie zurückgewiesen, mit dem die Wirtschaft das Zwangspfand auf Einweg-Getränkeverpackungen in Deutschland noch verhindern will. "Die Entscheidung zur Einführung einer Pfandpflicht steht", sagte eine Sprecherin des Ministeriums der "Welt" vom Dienstag. Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) und Wirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) planen ab nächstem Jahr ein Pfand von mindestens 50 Pfennig auf Dosen und Einwegflaschen, weil die so genannte Mehrwegquote bei Getränkeverpackungen in den vergangenen Jahren verfehlt wurde. Die Wirtschaft will die Pfandpflicht mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung noch verhindern.

Dem Vorschlag von Handel und Industrie zufolge sollen jährlich 23 Mrd. Liter Getränke in "ökologisch vorteilhaften" Verpackungen auf den deutschen Markt kommen. Die Wirtschaft will aus erhöhten Lizenzgebühren für den "Grünen Punkt" jährlich 250 Mill. DM (knapp 128 Mill. Euro) in die "Sauberhaltung der Landschaft" und die "Förderung des ökologischen Fortschritts bei Getränkeverpackungen" stecken. 90 % der Verpackungen sollen wieder gefüllt oder verwertet werden. Der Plan soll am Mittwoch offiziell vorgestellt werden.

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