Entschuldigung nach Schlägerei mit Lewis: Tyson wieder zahm

Entschuldigung nach Schlägerei mit Lewis
Tyson wieder zahm

Einen Tag nach der von ihm ausgelösten Massenschlägerei mit Lennox Lewis hat sich Skandal-Boxer Mike Tyson entschuldigt.

dpa NEW YORK. "Ich bin nicht Mister Politically Correct", bat der Ex- Weltmeister am Mittwoch in New York um Verzeihung und meinte: "Ich bin ein Boxer, und ab sofort werde ich nur noch meine boxerischen Fähigkeiten für mich sprechen lassen." Offensichtlich habe es ein Missverständnis zwischen den Lagern beider Profis gegeben, als bei ihrer Präsentation plötzlich das Chaos ausbrach, sagte Tyson.

Der unberechenbare Amerikaner und Doppel-Weltmeister Lewis waren am Vortag in New York im "Hudson Theater" des Millennium Hotels zusammengekommen, um ihren für den 6. April in Las Vegas mit einem Rekord-Budget von 150 Mill. $ (170 Mio Euro) veranschlagten Schwergewichts-Fight offiziell zu verkünden. Daraus wurde nichts.

Bei ihrer Gegenüberstellung war Tyson wie ein Gorilla auf Lewis zugegangen. Als sich daraufhin ein Bodyguard schützend von den Titelträger der Weltverbände WBC und IBF stellte, schlug "Iron Mike" auf ihn ein. Lewis reagierte blitzschnell und traf Tyson mit einer Rechten an der Schläfe. Beide setzten ihre Fehde auf dem Boden fort. Dabei soll Tyson den Briten ins linke Bein gebissen haben. Bei den tumultartigen Zuständen auf der Bühne hatte unter anderem WBC- Präsident Jose Sulaiman eine leichte Gehirnerschütterung erlitten.

Ob der teuerste Boxkampf der Geschichte trotz des erneuten Ausrasters von Tyson in Las Vegas stattfinden wird, entscheidet sich am 29. Januar. An diesem Tag stimmt die Nevada State Athletic Commission (NSAC) über die Rückgabe der Boxlizenz an Tyson ab. Die Kampferlaubnis war ihm nach seinem Ohrbiss am 28. Juni 1997 bei der WM-Revanche gegen Evander Holyfield entzogen worden.

Tyson droht allerdings auch eine wiederholte Haftstrafe. Der Polizei in Las Vegas liegen Beweise vor, wonach Tyson erneut eine Sexualstraftat begangen haben soll. Die Staatsanwaltschaft entscheidet, ob es zu einer Anklage kommt. Am 16. Juli vorigen Jahres soll Tyson während eines Trainingslagers im kalifornischen Big Bear eine 50 Jahre alte Kassiererin eines Kaufhauses vergewaltigt haben. Für das gleiche Delikt war Tyson 1992 zu einer fünfjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Nach drei Jahren wurde er aus der Haft entlassen.

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